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Endrunde in Ägypten: Handball-Präsident Moustafa verteidigt WM-Austragung

Endrunde in Ägypten : Handball-Präsident Moustafa verteidigt WM-Austragung

Der Weltverbandspräsident Hassan Moustafa hat sich in die Debatte um eine mögliche Absage der Handball-WM eingeschaltet und die Austragung der Endrunde vom 13. bis 31. Januar in seinem Heimatland Ägypten verteidigt.

„Die Männer-Weltmeisterschaft ist nicht einfach ein Ereignis, sondern ein weltweit bedeutendes Sportgroßereignis. Sie stellt die größte Bühne für den Handballsport dar, und daher liegt es im besten Interesse aller Beteiligten, die WM zu organisieren“, sagte Moustafa in einem Statement auf der Internetseite des Weltverbandes IHF.

Wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie hatte es zuletzt vor allem aus Deutschland vermehrt Forderungen nach einer Verschiebung des Turniers gegeben. Die IHF will jedoch an dem geplanten Termin festhalten. „Für die gesamte Handball-Branche ist es von großer Bedeutung, die Weltmeisterschaft auszurichten. Vom Fernsehen über die Sponsoren bis hin zu den verschiedenen Zuschauern profitiert jeder Akteur auf unterschiedliche Weise von der Organisation der Veranstaltung“, betonte Moustafa. Die WM nicht durchzuführen, würde insbesondere für die Spieler „einen enormen Sichtbarkeitsverlust bedeuten“, sagte der 76-Jährige.

Für die WM haben die Veranstalter ein Hygienekonzept in einer Blase erarbeitet. Dieses werde laut Moustafa durch das Gesundheitsministerium der ägyptischen Regierung in Zusammenarbeit mit zwei Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überwacht und solle bis zum Beginn der Endrunde mit 32 Mannschaften weiter verfeinert werden. „Die Pläne sind sorgfältig ausgearbeitet worden und werden eine Absicherung sein, für die der Veranstalter bereit ist, enorme Kosten zu tragen“, sagte der IHF-Boss.

Statement Moustafa auf IHF-Homepage (engl.)

© dpa-infocom, dpa:201126-99-473831/2

(dpa)