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Kölner Haie: 1:6-Heimniederlage gegen die Eisbären aus Berlin

Deutsche Eishockey Liga : Haie unterliegen im Heimspiel gegen die Eisbären klar

Eine deftige und verdiente 1:6-Heimniederlage mussten die Kölner Haie am Freitagabend gegen die Eisbären Berlin einstecken. Die Partie war praktisch nach dem ersten Drittel schon entschieden.

Nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen mussten die Kölner Haie erkennen, dass die Bäume in der Nord-Division der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht in den Himmel wachsen. Das Team von Uwe Krupp scheiterte freitagabends auch im dritten Versuch gegen dessen Ex-Verein. In der Lanxess-Arena unterlag der KEC den Eisbären Berlin klar mit 1:6 (1:4, 0:1, 0:1).

Dabei war das Heimteam gut gestartet. „Wir haben sechs Minuten gutes Eishockey gespielt“, befand KEC-Verteidiger Dominik Tiffels, „danach haben wir aber schnell aufgehört. Berlin war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen.“

Mit mutigem Forechecking und aktiver Verteidigung hielten die Haie den übermächtigen Gegner zunächst in Schach und erwischten ihn kalt. Der 19-jährige Julian Chrobot konnte nach seinem ersten DEL-Tor gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Nach Vorarbeit von Sebastian Uvira hatte der Youngster direkt abgeschlossen und Mathias Niederberger im rechten Eck überwunden (4.). Die Freude währte aber nicht lange. In unnötiger Unterzahl kassierten die Haie den Ausgleich. Leo Pförderl fand die Lücke für Zach Boychuk, der Lukas Reichel am rechten Pfosten zum 1:1 bediente (11.).

Dieser tolle Spielzug beflügelte die Gäste und zog dem Krupp-Team den Stecker. Beim 1:2 durch Giovanni Fiore stimmte die Zuordnung ebenso wenig (16.), wie beim 1:3 von Pföderl (17.). Zu schlechter Letzt aus Haie Sicht, versenkte Matt White die Scheibe 49 Sekunden vor der Drittelpause links oben zum 1:4.

Besserer Auftritt der Haie in den letzten beiden Dritteln

Im Mitteldrittel fing sich der KEC wieder. Aggressiv und mit guten Zweikämpfen versuchten sie den Eisbären beizukommen. Diese waren aber zu defensivstark und Köln fehlte der effektive Abschluss sowie Scheibenglück. Während sechs Kölner Überzahlminuten keinen Treffer brachten, zeigte Berlin starke Powerplays. In der 25. Minute reichten zwei messerscharfe Pässe von Marcel Noebels und Reichel, um Boychuks das 5:1 zu ermöglichen (25.). Frederik Tiffels hatte Ende des zweiten Drittels noch das 2:5 verpasst (39.).

Anfang des Schlussabschnitts traf Berlin wieder im Fünf-gegen-Vier: Kris Foucault überwand Justin Pogge von halblinks, weil der sonst starke Goalie schlechte Sicht hatte (43.). Die Haie müssen das kurze Wochenende nun nutzen, um sich auf die nächste schwere Aufgabe im Derby bei der Düsseldorfer EG (Sonntag, 17 Uhr, Magenta Sport) vorzubereiten.