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Kölner Haie: Finanzielle Rettung des Eishockey-Traditionsvereins ist in Sicht

Deutsche Eishockey-Liga : Finanzielle Rettung der Haie ist in Sichtweite

Die Dauerkarteninhaber der Kölner Haie verzichten zum großen Teil auf die Rückerstattung ihrer Tickets trotz des aktuell geltenden Zuschauerverbots. Damit ist die finanzielle Rettung des Traditionsvereins fast gesichert.

Die finanziell schwer angeschlagenen Kölner Haie sind ihrer Rettung einen großen Schritt näher gekommen. Entscheidenden Anteil an der Stopfung der Etatlücke besitzen die Dauerkarteninhaber des achtfachen Meisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Wie der KEC am Mittwochabend mitteilte, hat sich eine „überwältigende Anzahl“ an Saisonticketbesitzern dazu bereit erklärt, trotz des drohenden Zuschauerverbots für die Spielzeit 2020/21 auf eine Rückerstattung des bereits bezahlten Beitrags in Teilen oder sogar komplett zu verzichten.

Nach GA-Informationen liegt die Zahl bei rund 90 Prozent. Dadurch ist das erklärte Ziel, eine Million Euro durch den Verkauf von 100.000 so genannter „#immerwigger“-Tickets einzunehmen, in greifbare Nähe gerückt. „Addiert man nämlich die umgerechneten Dauerkarten-Spenden zu den bisher verkauften Unterstützer-Tickets, kommen wir auf rund 86.000 #immerwigger-Tickets“, hieß es in der Mitteilung der Haie.

Philipp Walter zeigte sich erleichtert: „Dass uns unsere Dauerkarten-Fans in so unfassbar starker Weise unterstützen, erfüllt uns mit tiefer Dankbarkeit“, sagte der Geschäftsführer des KEC. „Das Bekenntnis und die Bereitschaft unserer treuesten Fans gibt uns einen Riesen-Push, um unser Ziel zu erreichen. Die Chance am Spielbetrieb der DEL teilzunehmen und somit auch den Fortbestand des Eishockey-Standorts Köln zu sichern, wird immer realistischer.“ Eine endgültige Entscheidung muss bis zur Gesellschafterversammlung der DEL am 19. November gefallen sein. Als neuer Termin für den wegen der Corona-Pandemie bereits zweimal verschobenen Saisonstart ist der 18. Dezember anvisiert.