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Kölner Haie verlieren 1:5 - keine Chance im Derby gegen den Erzrivalen

Deutsche Eishockey-Liga : Kölner Haie verlieren rheinisches Derby gegen Düsseldorf klar mit 1:5

Ohne die nötige Frische präsentierten sich die Kölner Haie gegen den Erzrivalen aus Düsseldorf. Das Ergebnis war eine klare Heimniederlage im Derby von 1:5.

Die Kölner Haie wussten, dass die Corona-Saison 2020/21 in der Deutschen Eishockey Liga für sie einiges an Schwierigkeiten bereit halten wird. So langsam lernt das Team von Uwe Krupp diese Schwierigkeiten auch schmerzlich kennen. Nach einem verheißungsvollen Auftakt mit drei Siegen und zehn Punkten aus den ersten vier Partien, kassierten die Kölner am Donnerstagabend ihre sechste Niederlage in Folge und verlieren als Tabellensechster die ersten vier Plätze in der Division Nord allmählich etwas aus den Augen. Das deutliche und verdiente 1:5 (0:2, 0:2, 1:1) in der leeren LanxessArena gegen die Düsseldorfer EG tat besonders weh, denn es war nicht nur eine saftige Abreibung sondern auch eine Pleite gegen den rheinischen Erzrivalen.

Die Haie, die sich nur 16 Tage auf die Saison vorbereiten konnten, waren erst am frühen Mittwochmorgen von der 2:4-Niederlage bei den Eisbären Berlin zurückgekehrt. Es stellte sich schnell heraus, dass dem auch noch stark ersatzgeschwächten KEC für das Derby die nötige Frische fehlte. Da half auch das Comeback von Stürmer Sebastian Uvira nicht. Vorne mangelte es den Brüdern Dominik (3.) und Freddy Tiffels (7.) bei sehr guten Möglichkeiten an Konzentration, und hinten fingen sich die Kölner unnötige Gegentore. Jerome Flaake jubelte schon nach 59 Sekunden über das 0:1. Als Freddy Tiffels in Unterzahl zum zweiten Mal im ersten Drittel eine klare Chance liegen ließ, durfte Mathias From im Gegenzug gegen das zweitschwächste Unterzahlteam der Liga ungehindert auf 0:2 erhöhen (20.).

Der zweite Treffers des Ex-Hais Flaake gleich zu Beginn des Mittelabschnitts (22.) zog den Haien dann schon den Energie-Stecker. Torwart Hannibal Weitzmann verhinderte wenigstens reihenweise weitere Einschläge der Düsseldorfer, die nicht überragend spielten, aber deutlich reifer auftraten. Das 0:4 durch Daniel Fischbuch (33.) blieb allerdings einziger Beleg diesen Eindrucks. Die beste Haie-Chance des zweiten Durchgangs dokumentierte gut die Unterschiede an diesem Abend. James Sheppard musste es allein mit allen Düsseldorfern aufnehmen und scheiterte erst am Ende seines Solos an DEG-Goalie Mirko Pantowski (40.).

So blieben die Haie auch im vierten Heimspiel dieser Spielzeit sieglos und gestatteten der auswärts noch ungeschlagenen DEG ihren fünften Erfolg in Serie. Immerhin rafften die Hausherren sich im Schlussdrittel ihre letzten Kräfte so zusammen, dass sie das drohende Debakel verhindern konnten. Weitzmann wehrte sich weiter fleißig gegen Gegentore und Moritz Müller gelang in Überzahl sogar der Ehrentreffer (48.). Den hatte sich der KEC bei all den Schwierigkeiten dieser Corona-Saison redlich verdient. Weil die Düsseldorfer an diesem Abend aber nicht gewillt waren in einem Drittel ohne Treffer zu bleiben, stellte Alexander Ehl den Vier-Tore-Abstand wieder her (54.).