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Deutsche Eishockey-Liga: Nur noch zwei Spiele für den KEC

Deutsche Eishockey-Liga : Nur noch zwei Spiele für den KEC

Vor allem in seinem letzten Heimspiel gegen die Eisbären Berlin will KEC-Trainer den Fans noch einmal einen Sieg bescheren. Am Sonntag geht es dann im letzten Spiel der Saison nach Augsburg.

Uwe Krupp legt großen Wert auf das Hier und Jetzt. Der neue Trainer der Kölner sieht die Zeit noch nicht gekommen, sich öffentlich zu positionieren, was die Zukunft des KEC betrifft. „Wir wollen gut spielen, vor allem in unserem letzten Heimspiel vor großer Kulisse gegen einen starken Gegner“, verweist Krupp auf die letzten beiden Hauptrundenspiele in der Deutschen Eishockey Liga. Am Freitag (19.30 Uhr, LanxessArena) erwarten die Kölner vor mehr als 15.000 Zuschauern Krupps Ex-Club Eisbären Berlin, am Sonntag geht es dann noch zu den Augsburg Panthern. Danach endet die Saison 2019/20 für die Haie, denn seit dem vergangenen Wochenende steht fest, dass die Playoffs 2020 ohne den achtfachen Meister über die Bühne gehen werden.

Krupp geht es um einen anständigen Abschied aus einer völlig missratenen Saison, die er als Trainer nicht zu verantworten hat. Seit drei Spielen steht der 54-Jährige hinter der Bande, dreimal haben die Haie gewonnen. „Natürlich sind die Siege gut für die Stimmung. Aber ich spüre bei den Spielern auch eine gewisse Enttäuschung nach dieser Saison.“ 17 Niederlagen in Folge sind ein Kapitel, das weder zu vernachlässigen ist, noch einfach wegdiskutiert werden kann. „Jetzt sehen wir von den Spielern die beste Seite. Um die richtigen Erkenntnisse für unsere Entscheidungen zu treffen, müssen wir tiefer in die Saison einsteigen. Das können wir erst, wenn die Hauptrunde beendet ist“, erklärt Krupp.

Der Stanley-Cup-Sieger will also nichts überstürzen und sich im Rück- und Ausblick ein genaues Bild machen: „Es gibt nicht nur den einen Grund für eine solche Negativserie. Das entwickelt dann eine Eigendynamik. Das ist nicht unnormal während einer Saison, aber eigentlich arbeitet sich jede Mannschaft aus so einem Tal heraus und ist danach stärker. Es ist ungewöhnlich, dass diese KEC-Mannschaft es nicht geschafft hat, sich da rauszuarbeiten.“ Nach dem Spiel in Augsburg wird sich der Trainer weiter intensiv dem Videostudium widmen, um dann nach und nach die personellen Entscheidungen für die nächste Saison zu treffen. Immerhin laufen 18 Verträge von Spielern des aktuellen Kaders aus. „Wer bleibt und wer nicht, werden wir mit ein bisschen Abstand entscheiden.“ Die ausführlichen Saisonabschlussgespräche, die wohl kommende Woche stattfinden, wird auf jeden Fall der neue Trainer führen.

In Ruhe einen neuen Manager suchen

Das bedeutet auch, dass die Haie bei der Suche nach einem neuen Manager nichts überstürzen. „Wir sitzen zusammen und arbeiten uns durch die Liste der Kandidaten. Neben den üblichen Verdächtigen, suchen wir auch außerhalb dieser Gruppe. Im Hinblick auf die nächste Saison bekommen wir das Kind auch in der der aktuellen Konstellation geschaukelt“, berichtete der gebürtige Kölner. Der als Nachfolger von Mark Mahon gehandelte Ex-Spieler Christian Ehrhoff steht nach Informationen dieser Zeitung nicht für das Amt zur Verfügung.

Grundsätzlich hat sich Uwe Krupp schon eine Richtung für die Zukunft in Köln gegeben und diese auch bei seinen ersten Gesprächen mit Hauptgesellschafter Frank Gotthardt deutlich hervorgehoben: „Das einzige, was ich gesagt habe ist, dass ich nicht der richtige Trainer bin, um in Köln eine Mannschaft zu verwalten. Ich will ein Team, mit dem ich auch gewinnen kann. Mir wurde mitgeteilt, dass wir da auf einer Wellenlänge sind“, berichtete der Coach.

Zunächst einmal aber geht es gegen die Eisbären Berlin, die Platz vier und das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale sicher haben. Während Justin Fontaine wohl weiter ausfällt, könnte Goalie Gustaf Wesslau wieder auflaufen. Es wäre der letzte Auftritt des Schweden vor heimischen Publikum, bevor er nach der Saison in seine Heimat zurückkehrt.