Weltmeister in Sorge Speerwurfer Vetter sieht Leichtathletik in Gefahr

Frankfurt/Main · Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter sieht die Unterstützung für die Leichtathletik und andere olympische Sportarten in Gefahr. "Ich bin inzwischen skeptisch, ob Deutschland den olympischen Sport noch als Aushängeschild haben will oder die Bürger sagen: Uns reicht der Fußball, der uns gut repräsentiert", sagte der 24-Jährige in der "Sport Bild".

 Sieht den Sport in Deutschland am Scheideweg: Sperrwurf-Weltmeister Johannes Vetter.

Sieht den Sport in Deutschland am Scheideweg: Sperrwurf-Weltmeister Johannes Vetter.

Foto:  Hendrik Schmidt

Die die in schwindelerregende Höhen gestiegenen Ablösesummen im Fußball machen Vetter fassungslos. Es sei abartig, bei welchen Summen man sich bei den Transfers von Dembélé oder Neymar bewegt habe. "Die Lücke zum anderen Sport wird immer größer." Kinder für die Leichtathletik zu begeistern werde immer schwerer.

Wie Vetter sieht Teamkollege Rico Freimuth Handlungsbedarf bei der finanziellen Unterstützung von Spitzenathleten. Auch die eingeschlagene Richtung zu mehr Zentralisierung, die durch eine Reduzierung der Bundesstützpunkte erreicht werden soll, sieht der Zehnkampf-Vizeweltmeister skeptisch: "Das halte ich nicht für klug."

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