Langstreckenpokal Audi gewinnt VLN-Auftakt auf dem Nürburgring

NÜRBURGRING · "Das war ein Einstand nach Maß. Besser hätte die Saison für und nicht beginnen können", freute sich Frank Stippler über den Sieg zum Auftakt zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

 Karierte Fahne für Marc Basseng im Sieger-Audi.

Karierte Fahne für Marc Basseng im Sieger-Audi.

Foto: Oliver Ermert

Stippler (Bad Münstereifel), Marc Basseng (Rosenbach) und Laurens Vanthoor (Belgien) hatten in ihrem Audi R8 LMS ultra des Phoenix-Teams fast zwei Minuten Vorsprung auf Lance David Arnold (Duisburg), Jeroen Bleekemolen (Niederlande) und Andreas Simonsen (Schweden) im Mercedes SLS AMG des Black Falcon-Teams.

Den letzten Podiumsplatz sicherte sich das Trio Martin Tomczyk (Kolbermoor), Jens Klingmann (Leimen) und Dominik Baumann (Österreich) auf einem BMW Z 4 des Schubert-Teams. Der Haribo-Porsche schied im ersten Renndrittel durch einen Unfall aus. Der Bonner Adam Osieka feierte mit seinen Mitstreitern Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg) auf dem Getspeed-Porsche einen Klassensieg und belegte in der Gesamtwertung den neunten Rang.

Bereits im Training hatte das Sieger-Trio mit 8:11,400 Minuten die Pole-Position herausgefahren und im Rennen mit 8:08,400 Minuten die schnellste Runde gedreht. Ganz so geruhsam wie die Statistik vermuten lässt, war der Nachmittag für die Audi-Truppe jedoch nicht. In der Anfangsphase stand Startfahrer Stippler zeitweise unter gehörigem Druck von Uwe Alzen, dessen BMW nach der zweiten Runde mit einem Rückstand von nur 0,2 Sekunden gemessen wurde.

Aufgrund einer anderen Boxenstrategie ging der H&R-BMW auch immer wieder in Führung. Eine halbe Stunde vor Rennende verlor er durch einen Reifenschaden aber endgültig alle Chancen auf eine gute Platzierung. Der führende Marc Basseng kollidierte zwischenzeitlich bei einer Überrundung mit einem Nachzügler und beschädigte hierbei den Audi.

Basseng: "Plötzlich stieg die Getriebeöltemperatur." Die Phoenix-Truppe zog ihren letzten Boxenstopp vor, konnte den beschädigten Luftschacht reparieren, ohne viel Zeit zu verlieren. Die Black-Falcon-Mannschaft lieferte eine solide Leistung ab, war aber dennoch unzufrieden. "Uns fehlt es noch an Schnelligkeit. Wir haben heute aber einige neue Ideen bekommen, um unser Auto zu verbessern," erklärte Lance David Arnold nach dem Rennen.

Durchwachsen ist die Bilanz des Haribo-Teams. Der Österreicher Norbert Siedler stellte den Goldbären-Porsche immerhin auf den neunten Startplatz und war auch im Rennen konstant unter den ersten Zehn unterwegs. Nach knapp anderthalb Stunden flog der Porsche im Karussell in die Leitplanken und musste kurz danach aufgeben.

Freudestrahlen dagegen bei dem Bonner Adam Osieka: Sein im vergangenen Jahr gegründetes Team Getspeed erwies sich als die Überraschung, errang auf Anhieb zahlreiche Klassensiege und kann offenkundig an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen.

Tausche Auto gegen Freiheit
Ehepaar aus Meckenheim steigt um Tausche Auto gegen Freiheit