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Zweitliga-Volleyballer mit Niederlage und Sieg: Auf und ab beim TuS Mondorf

Zweitliga-Volleyballer mit Niederlage und Sieg : Auf und ab beim TuS Mondorf

Der TuS Mondorf hat in der zweiten Volleyball-Bundesliga eine glatte Niederlage eingesteckt und am Folgetag einen souveränen Sieg eingefahren.

Samstag pfui, Sonntag hui - so könnte man das Wochenende aus Sicht der Volleyballer des TuS Mondorf zusammenfassen. Nach einer ungewohnt schwachen Leistung kassierte der Zweit-Bundesligist in der Bonner Hardtberghalle zunächst eine verdiente 0:3 (23:25, 20:25, 26:28)-Heimniederlage gegen den TuB Bocholt, um am nächsten Tag die Juniors aus Frankfurt an gleicher Stelle mit einem souveränen 3:0 (25:20, 25:17, 26:16) abzufertigen.

Gegen Bocholt hatte der TuS große Anlaufschwierigkeiten und rannte von Beginn an einem Rückstand hinterher (3:6). Vor allem im Angriff passte nicht viel zusammen, Nils Becker und Nico Wegner kamen so gut wie gar nicht zum Zuge. Auf der anderen Seite waren die TuB-Schrauber vor allem in der Abwehr und am Netz mit den beiden Mittelblockern Dirk Pietzonka und Lars Geukes zur Stelle. Als Mondorf aber nach einem 7:12-Rückstand zum 15:15 ausgleichen konnte, schienen sich die Gastgeber gefangen zu haben. Zwar blieb es bis zum Schluss eng, der Satz aber ging dennoch an Bocholt.

Im zweiten Durchgang häuften sich auch auf Seiten der Gäste die Fehler, vor allem die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff stimmte nicht mehr. Das nutzte Mondorf zur 7:3-Führung. Dann aber verlor der TuS erneut den Faden und lag plötzlich mit 8:12 hinten. Kurz zuvor hatte Trainer Tasos Vlasakidis Wegner, Miguel Reuss und Max Funk vom Feld genommen und dafür Fabian Kaiser, Jakob Wächter und Tim Kreuzer gebracht. In der Folge kamen die Blauen zwar auf 16:17 heran, am Ende aber ging auch dieser Satz mit fünf Punkten an Bocholt.

Auch im dritten Abschnitt lief es nicht besser: Diesmal startete der TuS mit einem 2:7-Rückstand. Dann aber schien Markus Köppke mit seinem Punkt zum 13:13 die Wende eingeleitet zu haben. Tatsächlich ging Mondorf mit einer Vier-Punkte-Führung in die Crunchtime (22:18), vergab aber drei Satzbälle und gab auch den dritten Durchgang ab. "Wir waren heute nicht wirklich auf dem Platz und sind zu keiner Zeit ins Spiel gekommen. Wir haben den Motor nicht zum Laufen gebracht und hatten keinen Punch", fand Co-Trainer Sven Vollmert nach dem Spiel klare Worte.

Einen Tag später gegen Frankfurt zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht. Die Juniors sind Spieler im Alter von 14 bis 20 Jahren, die am Bundesstützpunkt des Deutschen Volleyball-Verbandes ausgebildet werden. Drei von ihnen sind bereits beim Bundesligisten United Volleys Frankfurt zum Einsatz gekommen. In Bonn haben die jungen Gäste gezeigt, dass sie über Spielwitz verfügen und für technisch anspruchsvollen Volleyball sorgen können. Deutlich wurde aber auch, dass es schwer wird, wenn ein Team vom Format des TuS Mondorf seine Leistung seriös runterspielt.

Das war am Sonntag der Fall: Die Achse Wegner, Becker, Funk funktionierte wieder wie gewohnt. Hinzu kamen Miguel Reuss, Jan Danielowski, Fabian Kaiser und Philippe Scheiffarth, die sich in guter Form präsentierten. Und so ging der erste Satz über 6:1 und 16:9 ungefährdet an die Gastgeber. Im zweiten Durchgang war die Begegnung bis zum 12:12 ausgeglichen. Dann aber zog der TuS auf 16:12 davon und holte sich in souveräner Manier auch den zweiten Satz. Ähnlich verlief der dritte Abschnitt. Die 4:1-Führung baute Mondorf langsam aber sich auf 16:11 aus, bevor bis zum Matchball noch einmal fünf Punkte draufgepackt wurden. "Wir wollten Wiedergutmachung für die gestrige Niederlage leisten. Das ist uns ganz gut gelungen", kommentierte Vollmert den Sieg.