Historischer Erfolg Der SC Volmershoven-Heidgen steigt in die Bezirksliga auf

Bonn · Die Kreisliga-A-Fußballer des SC Volmershoven-Heidgen feiern mit einem 5:1-Auswärtssieg bei der Zweitvertretung des SSV Bornheim den ersten Aufstieg in die Bezirksliga in der Vereinsgeschichte.

Aufsteiger in die Bezirksliga: Die Mannschaft des SC Volmershoven-Heidgen darf jubeln.

Aufsteiger in die Bezirksliga: Die Mannschaft des SC Volmershoven-Heidgen darf jubeln.

Foto: Wolfgang Henry

8,5,4,1: Das sind die Platzierung des SC Volmershoven-Heidgen in den vergangenen Spielzeiten in der Bonner Fußball-Kreisliga A. Es zeugt von einer stetigen Weiterentwicklung, die am vergangenen Sonntag ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden hat. Durch einen überzeugenden 5:1 (4:0) Auswärtserfolg gegen die Zweitvertretung des SSV Bornheim steigt der Dorfverein zum ersten Mal in der Clubhistorie in die Bezirksliga auf.

„Das ist ein Erfolg des gesamten Vereins“, schwärmt Trainer Timo Schiller, der mit Joachim Pietsch eine Doppelspitze bildet. „Jeder Jugendtrainer, jeder Unterstützer hat dazu beigetragen, dass wir nun diesen großartigen Erfolg gemeinsam feiern konnten.“ Durch den Sieg am Sonntag liegt der SC Volmershoven-Heidgen nun uneinholbar an der Tabellenspitze. Bei noch einem verbleibenden Spiel hat die Schiller-Pietsch-Elf vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger RW Merl.

Am Sonntag sorgten die Volmershovener am Bornheimer Sportplatz schnell für klare Verhältnisse. Zur Pause stand es dank der Treffer von Marcel Jurgielaniec (4. Minute), Laurin Hothum (16.), Ibrahim Bokhabaza (37.) und Sebastian Flachmeier (45.) bereits 0:4. Auch der Bornheimer Ehrentreffer durch Mentor Emini in der 79. Minute brachte keine Spannung mehr in die Partie. Vielmehr sorgte Rudi Schimin zwei Minuten später mit seinem ersten Saisontreffer für den Endstand.

Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg

Über die gesamte Spielzeit hatten sich RW Merl und der SC Volmershoven ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Aufstieg geliefert. Während die Merler das direkte Duell klar für sich entschieden, punktete Volmershoven mit bemerkenswerter Konstanz. „Die Partie gegen unseren direkten Verfolger war tatsächlich unsere einzige Niederlage in der Rückrunde“, so Schiller. Merl muss sich schlussendlich ärgern, zu häufig „vermeidbare“ Punktverluste kassiert zu haben.

Die Volmershovener feierten am Sonntag den Aufstieg bereits ausgiebig vor Ort. Wenig später zog die Mannschaft per Autokorso jedoch weiter zum eigenen Gelände. „Dort haben uns der Vorstand und viele weitere Unterstützer einen ganz wunderbaren Empfang bereitet“, erzählt Schiller. Die große Meisterfeier soll an Pfingstmontag nach dem letzten Spieltag folgen. Vorher unterstützen viele Spieler der Aufstiegsmannschaft noch den Verein bei der Austragung des alljährlichen Jugend-Pfingstturniers. „Möglicherweise wird auch unsere zweite Mannschaft nächste Woche aufsteigen. Das würde die Feierlichkeiten noch deutlich ausweiten“, schildert Schiller.

Für die kommende Saison möchte der SC Volmershoven an seinem erfolgreichen Konzept festhalten. Der Großteil des Kaders hatte bereits vorher eine ligaunabhängige Zusage gegeben. Viele der Akteure spielen bereits seit Jahren gemeinsam, einige kennen sich sogar schon aus der gemeinsamen Jugend. „Das soll auch in der Zukunft unser Konzept bleiben“, so Schiller. „Wir möchten eigene Jugendspieler zu Stammspielern unserer ersten Mannschaft entwickeln.“ Für das Projekt Klassenerhalt in der neuen Saison kann sich Volmershoven darüber hinaus weiterhin auf die Dienste von Stürmer Michael Braun verlassen. Der 31-jährige hat seit seiner Ankunft vor zwei Jahren 62 Tore in 54 Kreisligaspielen erzielt. „Für uns ändert sich durch den Aufstieg wirklich nicht viel“, betont auch sein Trainer. „Lediglich unsere Erwartungshaltung wird sich ändern. Es geht in der Bezirksliga natürlich zunächst nur um den Klassenerhalt.“

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