Baseball-Bundesliga Bonn Capitals müssen sich wieder mit einer Siegteilung begnügen

BONN. · Stan Exeter ahnte es. „Es werden enge Pitcherduelle“, hatte der Trainer des Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals vor den beiden Spielen bei den Hamburg Stealers gemutmaßt. Und der Amerikaner sollte recht behalten. Sowohl beim knappen 2:1-Erfolg der Capitals am Samstag als auch bei der ebenso hauchdünnen 2:3-Niederlage am Sonntag gaben jeweils die Werfer den Ton an.

Mehr als eine Siegteilung sprang für Trainer Stan Exeter und die Bonn Capitals in Hamburg nicht heraus.

Mehr als eine Siegteilung sprang für Trainer Stan Exeter und die Bonn Capitals in Hamburg nicht heraus.

Foto: Thomas Schönenborn

Im ersten Spiel hieß der Matchwinner Markus Solbach. Auf dem Wurfhügel hatte der Bonner Pitcher alles im Griff. In der Offensive gelang Solbach auch noch der spielentscheidende Hit, denn sein Two-Run-Homerun brachte Danny Lankhorst und ihn selbst über die Homeplate zur frühen 2:0-Führung für die Capitals im ersten Inning. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass es schon der Siegschlag war.

In der Folge ließ Solbach zwar in acht Innings einige Hits zu, aber die Defensive der Capitals spielte sicher. Der einzige Punkt gelang den Hausherren im vierten Inning. Zwar spielte die Bonner Offensive weiterhin nicht auf höchstem Niveau – für ein 2:1 sollte es am Ende dennoch reichen. Lankhorst kam dabei auf zwei Hits. Marcel Giraud warf den Sieg nach Hause.

Am Sonntag stand die Partie unter umgekehrten Vorzeichen. Im dritten Inning ging nun Hamburg per Two-Run-Homerun mit 2:0 in Führung. Dies blieb lange Zeit der einzige Hit der Stealers gegen Bonns ebenfalls starken Pitcher Niklas Rimmel. Die Offensive der Capitals war an diesem Tag besser aufgelegt. Das galt vor allem für Solbach, Daniel Sanchez und Eric Brenk. Im fünften Inning gelang der 1:2-Anschluss, den Hamburg allerdings postwendend mit dem 3:1 beantwortete.

Es war klar, dass die Capitals gegen Top-Pitcher Yasutomo Kubo nicht viele Chancen bekommen würden. Dennoch gelang im achten Inning das 2:3 durch Josef Rosenthal. Im Schlussinning hatte hatte Daniel Lamb-Hunt sogar die Möglichkeit, Brenk nach Hause zu schlagen. Doch der Hit des Neuseeländers landete im Handschuh eines Hamburger Outfielders. Und so nützte es am Ende nichts, dass die Capitals mit acht Hits doppelt so viele wie die Gastgeber schlugen. „Heute war mehr drin“, sagte Exeter. „Schade, dass einige Schläge knapp im Handschuh des Gegners landeten.“

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