Nach Niederlage gegen Paderborn Die Bonn Capitals brauchen noch zwei Siege

Bonn · Die Bonn Capitals haben im heimischen Stadion gegen die Untouchables Paderborn verloren. Jetzt brauchen die Bonner kommende Woche zwei Siege.

Hauchdünn macht Eric Brenk (r.) einen Paderborner kurz vor dem Mal Aus.

Hauchdünn macht Eric Brenk (r.) einen Paderborner kurz vor dem Mal Aus.

Foto: Thomas Schönenborn

Umgekehrte Vorzeichen zum Start der Halbfinalserie um die deutsche Baseballmeisterschaft zwischen Titelverteidiger Bonn Capitals und dem Vizemeister Paderborn Untouchables. Nach dem nicht unbedingt erwarteten 9:5-Sieg im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie im heimischen Stadion in der Rheinaue verlor die Mannschaft von Spielertrainer Wilson Lee am Sonntag mit 6:10.

In beiden Spielen kam es zu den erwartet engen Duellen der letztjährigen Finalgegner, in denen sich keiner der Kontrahenten entscheidend absetzen konnte. Am kommenden Wochenende geht die Serie in Paderborn weiter. Sollte es nach vier Spielen 2:2 stehen, hätten die Capitals als Nordmeister im entscheidenden fünften Duell den Nachschlag. „Wir haben zwei Gesichter gezeigt“, sagte Bonns Sportdirektor Florian Nehring nach der Siegteilung. „In Spiel eins waren alle voll da und haben in Offensive und Defensive sehr gut gespielt. In Spiel zwei haben wir gesehen, dass uns die Tiefe im Pitching fehlt, um den Starting Pitcher zu entlasten.“

Paderborn dreht das Spiel

Im ersten Aufeinandertreffen am Samstag gelang den Gastgebern ein Start nach Maß. Nachdem alle Bases besetzt waren, schlug Phildrick Llewellyn den Ball so weit an den Zaun, dass alle drei Läufer zum 3:0-Zwischenstand die Homeplate überlaufen konnten. Doch die Gäste zeigten sich wenig beeindruckt. Gleich im zweiten Inning drehte Paderborn mit vier Runs das Spiel zum 4:3 für die Untouchables. Spektakulär: der Homerun von Tobias Maul. Hatten die Capitals in den vergangenen Spielen oft Probleme, wieder zurückzukommen, gelang das diesmal gleich im dritten Inning. Vinny Ahrens, Eric Brenk und der Hit von Luis Martin reichten zu drei weiteren Punkten und dem 6:4-Zwischenstand.

Nachdem Daniel Sanchez und Martin nachlegen konnten, stand es nach nur drei Innings 8:4 für die Capitals. Für Paderborns Pitcher Mark Harrison war der Arbeitstag damit vorzeitig beendet. Bonns Pitcher Titus von Kapff dagegen lieferte sein bislang bestes Spiel für die Capitals ab. Mit Ausnahme des zweiten Innings hatte er die Paderborner Offensive acht Innings lang im Griff und ließ nur noch einen Run zu. Vinny Ahrens erhöhte zwischenzeitlich noch auf 9:5. Danach warf Brenk das Spiel zum sicheren Sieg nach Hause. Llewellyn war auf Bonner Seite an diesem Samstag der beste Schlagmann.

Capitals schlagen zurück

Umgekehrte Vorzeichen dann im zweiten Spiel: Diesmal legten die Untouchables schnell mit 3:0 vor. Dabei ließ Bonns bislang so zuverlässiger Pitcher Toru Murata gleich einige Hits zu, welche die Gäste schnell zu Punkten nutzten. Nachdem die Capitals zu Beginn große Probleme mit Paderborns Pitcher Quinn di Pasquale hatten, schafften sie im zweiten Inning nach Hits von Daniel Lamb-Hunt, Ahrens und Sanchez den Anschluss zum 2:3. Im fünften Inning erhöhte Paderborn auf 4:2.

Erneut schlugen die Capitals zurück. Nach Hit von Brenk und Walk von Terrell Joyce holte Lamb-Hunt beide zum 4:4 nach Hause. In dieser Phase stand das Spiel auf der Kippe – diesmal allerdings mit dem besseren Ende für Paderborn. Als Yanni Orfanidis auf dem Bonner Mound stand, schlugen die Ostwestfalen zweimal entscheidend zu: Zunächst Finn Bergmann mit einem Homerun zum 5:4 und ein Inning später Christiaan Beyers sogar mit einem Three-Run-Homerun zum 8:4. Das bedeutete an diesem Tag die Entscheidung, auch wenn beide Teams noch je zwei Punkte zum 10:6-Endstand für Paderborn nachlegten.

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