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Mittelrheinliga: Beim Bonner SC ist Kreativität gefragt

Mittelrheinliga : Beim Bonner SC ist Kreativität gefragt

Ob Daniel Zillken am Freitagabend nach Hürth fährt, um sich die Begegnung der Fußball-Mittelrheinligisten FC Hürth und SV Bergisch Gladbach 09 anzuschauen, wusste der Trainer des Bonner SC am Donnerstag noch nicht zu sagen. Dabei könnte die Beobachtung der Partie durchaus Sinn machen.

Am 24. April trifft der BSC auf den aktuellen Tabellendritten aus Bergisch Gladbach, dem auf den Spitzenreiter im Zweikampf um den Aufstieg in die Regionalliga derzeit neun Punkte fehlen.

„Was in drei Wochen ansteht, interessiert mich jetzt überhaupt nicht“, sagt Zillken. „Am Sonntag kommt Eilendorf. Dieses Spiel und nichts anderes steht im Fokus.“ Um 15 Uhr trifft der Primus nach dem 3:0 gegen den TSC Euskirchen erneut im Sportpark Nord auf den Tabellenvorletzten. Denjenigen, die bereits jetzt mit drei Punkten rechnen, nimmt der BSC-Trainer gleich den Wind aus den Segeln. „Das wird eine ganz hohe Hürde. Eilendorf ist eine Einheit, die schon seit Jahren zusammenspielt.“

Zillken hofft, dass seine Mannschaft gegen einen besonders tief stehenden Gegner so kreativ zu Werke geht wie gegen die bedauernswerten Euskirchener. Vor allem in der ersten Hälfte vor einem prächtig mitgehenden Publikum sah sich der ETSC – immerhin Tabellenvierter – einer Angriffswelle nach der anderen ausgesetzt. Nachdem sich das Bonner Defensivverhalten bereits vor einigen Wochen auf hohem Niveau eingependelt hat, steigen nun auch Spielfreude und Stabilität in der Kreativabteilung.

Insbesondere Rachid Eckert und Abdelkader Maouel haben die Form erreicht, die sich ihr Trainer schon seit Langem wünscht. Immer stärker agiert Rechtsverteidiger Adis Omerbasic, dem am vergangenen Sonntag der erste Pflichtspieltreffer für den BSC gelang. „Da komme ich wieder auf das Thema Spielbeobachtung zurück“, sagt Zillken. „Wir müssen zunächst auf uns schauen und uns verbessern“, fordert der BSC-Coach. „Trotzdem schadet es sicher nicht, wenn ich am Freitagabend doch nach Hürth fahre.“