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Energie Kopfnuss und die Sandplatzhelden: Benefiz-Turnier "Kick it for Uganda"

Energie Kopfnuss und die Sandplatzhelden : Benefiz-Turnier "Kick it for Uganda"

Seit fünf Jahren organisiert der 39 Jahre alte Bonner Jens Hirschfeld das Benefiz-Fußballturnier "Kick it for Uganda". Am Samstag war es wieder so weit.

Freudenrufe von der Hüpfburg, vom Grill duftet es nach Würstchen, Gruppen in Trikots stehen zusammen und unterhalten sich beim Bier. Und mittendrin Jens Hirschfeld, der hier mit ein paar Sätzen, dort mit einer Umarmung die Besucher begrüßt. Seit fünf Jahren organisiert der 39 Jahre alte Bonner das Benefiz-Fußballturnier "Kick it for Uganda". Am Samstag war es wieder so weit. 19 Mannschaften traten auf der Anlage zwischen Morenhoven und Buschhoven an, feierten und sammelten so Spenden für Projekte in Afrika.

Angefangen habe alles für ihn 2014, erzählt Hirschfeld. In diesem Jahr gönnte er sich eine Auszeit von der Arbeit, die er sinnvoll füllen wollte. Im Gespräch mit einem Freund kam der Vorschlag: "Wie wäre es mit Uganda?" Hirschfeld nahm an, reiste im September 2014 zu Tony Wanyoike, der in der Region Kkoba die NGO "Hopeline" gegründet hatte. Als er Hirschfeld bei strömenden Regen vom Flughafen abholte, hatten sie nur ein paar E-Mails gewechselt. "Es war eine komische Situation für uns beide", erinnert sich Hirschfeld. Vor Ort, in dem Dorf Lugazi, half der Bonner bei verschiedenen Projekten von "Hopeline", darunter Schulbau und Frauengruppen. Als er fünf Monate später wieder nach Deutschland zurückkehrte, stand für ihn fest: "Das wird jetzt dein Mikrokosmos der Unterstützung."

Er entschied sich für die Kombination mit Fußball. "Da wusste ich, wen ich ansprechen kann", so seine Idee. Auch wenn er selbst unterdessen im Tennisverein aktiv ist. Alles begann in Ippendorf, nach drei Jahren zog die Veranstaltung auf den Platz bei Buschhoven.

Das Turnier ist unterdessen groß geworden. Rund 400 Besucher und Spieler sind dabei, schätzt der Organisator. Dafür waren am Wochenende rund 40 Helfer im Einsatz. Hirschfeld hat sie in seinem Freundes- und Familienumfeld begeistert. Henning Wahlen, Bernd-Uwe Seeburg und Stefan Schmitz gehören zum engen Team. Sie alle eint der Wunsch, sich für die Projekte einzusetzen. Was genau sie fördern, zeigt ein Informationsstand neben dem Spielfeld. Sogar über dem Bierwagen hängt ein Bild: Hirschfeld zwischen Kindern in Uganda. Marc Willnecker ist noch einer der Helfer, die schon im ersten Jahr eingestiegen sind. "Es lebt von den Leuten, die von Anfang an die gleichen Aufgaben übernehmen", sagt er. Und es lohne sich. "Wir wissen, dass das Geld in guten Händen ist."

Ganz nebenbei lockt die gute Laune Mannschaften wie den "1. FC Kölsch", "Energie Kopfschuss" oder "Sandplatzhelden". An einem Biertisch warten "Rayo Azzuro" auf ihren Einsatz. Sie treten zum fünften Mal an, kommen dazu extra aus Essen und Duisburg nach Swisttal. Bei ihrer zweiten Teilnahme holten sie den ersten Platz. Doch eigentlich ist ihnen das Ergebnis weniger wichtig. Sie genießen die Atmosphäre und das kulinarische Angebot. "Es läuft gut", fasst Gianluca Aramu es für das Team zusammen. Eine internationale Gruppe der UN in Bonn ist ebenfalls zum fünften Mal dabei – und in diesem Jahr holt sie am Ende erstmals den Pokal.

Vor allem hat es sich für Uganda gelohnt. Über 4000 Euro sind zusammengekommen, insgesamt haben die Turniere so rund 19.000 Euro in fünf Jahren erwirtschaftet. Und es soll weitergehen. Hirschfeld möchte nächstes Jahr einen Verein gründen, um die Hilfe für Uganda besser zu organisieren. Der könnte dann ein Kulturaustauschprogramm und einen Freiwilligendienst etablieren.