Voller Einsatz für die Bonn Capitals Sportdirektor mit „falschen Prioritäten“

Serie | Bonn · Seit mehr als 31 Jahren ist Florian Nehring eng mit Baseball verbunden. In dieser Zeit erlebte er sportliche Erfolge als Spieler, noch viel größere als Sportdirektor, aber auch den Tod eines Freundes auf dem Feld und heute das Training mit seiner geistig und körperlich eingeschränkten Tochter.

 Gemeinsam stark: Florian Nehring hilft der kleinen Laura beim Schlagen mit dem Baseballschläger.

Gemeinsam stark: Florian Nehring hilft der kleinen Laura beim Schlagen mit dem Baseballschläger.

Foto: Tobias Schild

Zeit? Nein, die habe er eigentlich nie, sagt Florian Nehring und lacht. Schließlich habe er eigentlich drei Vollzeitjobs: den im Büro, den beim Club und den zu Hause, inklusive großer Herausforderungen durch eine Tochter mit Behinderung. „Ohne meine Frau würde das alles nicht funktionieren“, sagt der 44-Jährige und winkt dankbar zu Gattin Barbara herüber. Würde die ihm nicht in ganz vielen Dingen den Rücken freihalten, wäre gerade der Teil beim Club kaum möglich. „Ich liebe diesen Verein – manchmal setze ich deshalb meine Prioritäten falsch“, sagt er nachdenklich.