Bonn Capitals Platz eins ist noch nicht gesichert

Bonn · Die Bonn Capitals müssen sich gegen Hamburg Stealers mit einer Siegteilung begnügen. Dem amtierenden deutschen Meister fehlt noch ein Sieg, um als Erster der Nordgruppe der Bundesliga in die Playoffs gehen zu können

Safe: Hamburgs Simon Bäumer (Nr. 30) rutscht auf die Homeplate, Bonns Catcher Vinny Ahrens (l.) kann ihn nicht mehr stoppen.

Safe: Hamburgs Simon Bäumer (Nr. 30) rutscht auf die Homeplate, Bonns Catcher Vinny Ahrens (l.) kann ihn nicht mehr stoppen.

Foto: Thomas Schönenborn

Spieler, Trainer und Fans des Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals müssen sich noch ein wenig gedulden. Nach der Siegteilung im eigenen Stadion an der Rheinaue gegen die erwartet starken Stealers aus Hamburg fehlt dem amtierenden deutschen Meister noch ein Sieg, um als Erster der Nordgruppe der Bundesliga in die Playoffs gehen zu können. Nach einer 5:9-Niederlage am Samstag siegten die Capitals in einem umkämpften zweiten Spiel am Sonntag knapp mit 4:3.

Eigentlich war die Nordmeisterschaft nach dem 4:3 für die Capitals schon in den sprichwörtlichen trockenen Tüchern. Denn Paderborn hatte zur gleichen Zeit mit 1:3 gegen Berlin verloren. Doch wegen eines Regelverstoßes der Berliner wurde das Spiel am Ende für die Ostwestfalen gewertet. Damit braucht das Team von Spielertrainer Wilson Lee am kommenden Wochenende noch mindestens einen Sieg gegen die Dohren Wild Farmers.

Die Gastgeber hatten es geahnt. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Starting Pitcher Sascha Koch war die aktuelle Schwäche im Pitching am Samstag im ersten Spiel nicht zu übersehen. Yanni Orfanidis startete das Spiel, hatte aber schnell Probleme mit der Ballkontrolle und warf statt der erhofften Strikes viele sogenannte Balls, was die Hamburger per Walk kampflos auf die Bases brachte. Im dritten Inning, beim Stand von 1:0 für Bonn, für das Vinny Ahrens gesorgt hatte, mussten die Capitals das 1:1 hinnehmen. Orfanidis verließ mit geladenen Bases den Mound. Für ihn übernahm Titus von Kapff, der im Verlaufe des Spiels einen guten Job machte, aber die ersten beiden Innings nicht richtig ins Spiel fand. Und so schlug Brehan Murphy die Gäste zu einer 4:1-Führung.

Im dritten Inning legten die Stealers noch einen Run zum 5:1 nach. Im vierten Inning brachte Hamburg nach einigen Walks wieder Läufer auf die Bases. Und so erhöhte Joseph Curcio per Homerun auf 9:2 – die Vorentscheidung: Denn den Capitals gelang es nicht, mit der eigenen Offensive dagegenzuhalten. Trotz der Punkte von Eric Brenk reichte es nicht mehr zur Aufholjagd.

So standen die Capitals am Sonntag vor der Mammutaufgabe, ausgerechnet gegen Hamburgs starken Pitcher Yasutomo Kubo einen Sieg erzielen zu müssen. Das Spiel entwickelte sich zum erwarteten Pitcherduell, denn Bonns Toru Murata stand dem starken Kubo in nichts nach. Es dauerte bis zum vierten Inning, bevor die Capitals ihre ersten Hits landeten und diese auch gleich ausnutzten. Nach einem Hit von Vinny Ahrens punkteten Terrell Joyce und Wilson Lee zum 2:0. Die Stealers konterten prompt, standen sogar vor dem Ausgleich.

Dafür legten die Capitals im sechsten Inning nach. Wieder hatten es Brenk, Joyce und Daniel Lamb-Hunt auf die Bases geschafft. Nachdem zunächst Brenk ausgeworfen worden war, traf Phildrick Llewellyn und holte damit Joyce und Lamb-Hunt zum 4:1 nach Hause.

Dass es am Ende im neunten Inning noch einmal eng wurde, war auch einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters geschuldet, der einen Spielzug übersehen hatte. Letztlich aber warf Eric Brenk, der im achten Inning auf dem Wurfhügel übernommen hatte, den 4:3-Erfolg für die Capitals zur Freude der Fans nach Hause.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort