12.000 Menschen und eine Giraffe Das plant der Veranstalter beim Bonn Marathon 2024

Bonn · Christian Okon vom Veranstalter MMP erwartet am 14. April beim Bonn Marathon mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Eine Giraffe wird bei dem Großereignis eine besondere Rolle spielen.

Eliah Rieck (v.l.) und Maike Blarr (v.r.) vom LAZ Rhein-Sieg mit den Laufshirts, die alle Teilnehmer des Bonn Marathons bekommen, der Athleten-Beauftragte Thomas Eickmann (hintere Reihe, von links), Nikola Hagleitner, Vorständin der Deutschen Post, Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Veranstalter Christian Okon.

Eliah Rieck (v.l.) und Maike Blarr (v.r.) vom LAZ Rhein-Sieg mit den Laufshirts, die alle Teilnehmer des Bonn Marathons bekommen, der Athleten-Beauftragte Thomas Eickmann (hintere Reihe, von links), Nikola Hagleitner, Vorständin der Deutschen Post, Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Veranstalter Christian Okon.

Foto: Meike Böschemeyer

Thomas Eickmann formulierte am Montag einen klaren Wunsch für den diesjährigen Bonn Marathon am 14. April. „Es wäre schön, wenn wir mal einen Marathon ohne Wind erleben. Dazu könnte es noch trocken sein und 12, 13 Grad warm. Dann sind die Läufer zufrieden“, sagte der Athletenbeauftragte des Events bei der Pressekonferenz zur größten Bonner Sportveranstaltung lachend. Das Wetter ist anderthalb Monate vorher schwer vorauszusagen. Der General-Anzeiger aber beantwortet schon jetzt Fragen zur Strecke, zur Teilnehmerzahl und zum Motto.

Was gibt es in diesem Jahr Neues?

„Wir haben versucht, einiges im Service für die Läufer zu optimieren. Wir haben nicht die eine große Neuerung“, sagte Christian Okon, Geschäftsführer des Veranstalters MMP. Ein Beispiel dafür ist das Zeitmesssystem. Bislang mussten die Teilnehmenden einen eigenen Chip mitbringen oder beim Veranstalter leihen. Ab 2024 wird der nicht mehr benötigt, die Zeitmessung wird stattdessen in die Startnummer integriert. Dieses System hatte der Veranstalter bereits bei der April- und Oktober-Challenge getestet.

Wie soll das Motto „75 Jahre Grundgesetz – Demokratie made in Bonn“ einfließen?

Unter anderem mithilfe einer Giraffe. Hintergrund ist ein Umstand aus dem Jahr 1948. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes tagten damals im Museum Koenig zur Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rats. Damals wie heute war in dem Lichthof des Gebäudes eine afrikanische Savanne zu sehen. Zwar schob man die ausgestopften Tiere zur Seite. Die Giraffe war allerdings schlicht zu groß, um sie auf Seite zu schaffen. Als Symbol wollen die Marathon-Veranstalter die Giraffe im Vorfeld und auch während des Lauftages nutzen. „Das Thema wird immer wieder an der Strecke aufgegriffen, aber ich will noch nicht zu viel verraten“, so Okon. Was schon feststeht: Das Motto spiegelt sich im Design der Laufshirts, die alle Teilnehmer erhalten, und in den Medaillen wider.

Gibt es Veränderungen an der Strecke?

Nein. Die Strecke führt die Läufer wie gewohnt quer durch das Stadtgebiet. Vom Start in der City geht es erst einmal nach Beuel und dann gen Süden bis zur, aber nicht über die Südbrücke. Die Teilnehmer laufen wieder zurück zur Kennedybrücke und auf der Bonner Seite bis in die Rheinaue. Über die Museumsmeile geht es anschließend zurück in die Innenstadt. Das Museum Koenig liegt praktischerweise bereits an der Strecke. Stichwort: Giraffe. Wer die kompletten 42,195 Kilometer absolvieren will, muss die Strecke zweimal laufen.

Wie viele Teilnehmer erwartet der Veranstalter?

Mehr als 12.000. Im vergangenen Jahr verbuchten Okon und sein Team nach der dreijährigen Corona-Pause rund 11.000 Teilnehmer als Erfolg. Das gilt insbesondere auch für den Zehn-Kilometer-Lauf, der vergangenes Jahr seine Premiere gefeiert hatte. 750 Menschen hatten das neue Angebot genutzt, bereits bis Montag meldeten sich 800 für die diesjährige Ausgabe an. „Wir wollen eine Breitensport-Veranstaltung sein. Jeder, der teilnehmen möchte, soll die Möglichkeit dazu bekommen“, erklärte Okon. „Wenn mehr Leute mitlaufen, stehen auch mehr Bekannte und Verwandte an der Strecke und das überträgt sich auf die Stimmung insgesamt.“ Neben der Marathon-, der Halbmarathon- und der Zehn-Kilometer-Distanz werden auch zwei Staffel-Wettbewerbe angeboten: Beim Schulmarathon können Schülerinnen und Schüler ab Klasse fünf als Team mit maximal sieben Mitgliedern an den Start gehen. Arbeitskollegen, Trainingspartner oder Familien können sich beim Team-Run die Marathondistanz zu viert aufteilen. Der Halbmarathon ist auch für Inliner, Handbiker und Walker vorgesehen.

Wird der Teilnehmerrekord geknackt?

Wohl eher nicht. Die Bestmarke liegt bei knapp 14.000 Läufern und datiert aus dem Vor-Corona-Jahr 2019. Auch wenn es dieses Jahr wohl nicht klappen wird, ist sich Okon grundsätzlich sicher, „dass diese Zahl übertroffen werden kann. Wir sind aber gar nicht auf Rekordjagd. Wir sind total happy, wie die verschiedenen Angebote nach der Corona-Zeit angenommen werden. Das ist ein gutes Fundament, auf dem man aufbauen kann.“

Haben die Veranstalter internationale Spitzenläufer verpflichtet?

Nein, wie zuletzt verzichtet der Veranstalter bewusst auf Weltklasse-Athleten. „Wir bleiben unserer Ausrichtung als Breitensport-Veranstaltung treu“, sagte Okon. „Wir fokussieren uns auf die Spitzenathleten aus der Region“, sagte Eickmann. „Es ist eine hervorragende Plattform für diese Sportlerinnen und Sportler, sich zu zeigen.“

Kann man sich noch anmelden?

Ja. Wer sich bis Ende Februar anmeldet, kann noch etwas Geld sparen. Die aktuellen Anmeldegebühren liegen bei 82 Euro für den Marathon, 63 für den Halbmarathon und 28 für den Zehn-Kilometer-Lauf. Ab dem 1. März steigen die Gebühren etwas an. Anmelden kann man sich auf der Internetseite des Bonn Marathons.

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