Tobias Gemein ist Inklusionstrainer „Diese unbändige Freude der Kinder ist für mich das Schönste“

Bonn · Seit vier Jahren trainiert Tobias Gemein eine Inklusionsgruppe bei Hertha Bonn. Sport mit Menschen mit Einschränkungen will er künftig auch beruflich machen. Für sein Engagement wird er sogar von der Stadt Bonn ausgezeichnet.

Beim Trainingsspiel kickt Tobias Gemein (r.) mit seinen Kids immer mit.

Beim Trainingsspiel kickt Tobias Gemein (r.) mit seinen Kids immer mit.

Foto: Tobias Schild

Plötzlich wird es laut in der Soccerhalle. Jubelnd reißt Niklas seine Arme nach oben und rennt schreiend quer über den Platz, dicht gefolgt von seinen hüpfenden Teamkameraden. Gerade hat der Elfjährige ein Tor geschossen, das nun ausgiebig gefeiert wird. Es war das Erste, gleich am Anfang des Trainingsspiels, aber das ist egal. Tor ist Tor. „Diese unbändige Freude der Kinder ist für mich das Schönste. Das kriegst du in anderen Mannschaften so nicht“, sagt Tobias Gemein mit einem Strahlen in den Augen. Dann muss er die Jubelschar wieder einfangen. „Toll gemacht, aber es geht gleich weiter, ihr müsst verteidigen.“