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Bonner THV muss improvisieren

Bonner THV muss improvisieren

Die Bonner Regionalliga-Hockey-Herren starten gegen Marienburg in die Rückrunde. Der HTC speilt bei ETUF Essen.

Bonn. Mit einer guten Ausgangsposition, aber noch längst nicht aller Abstiegssorgen entledigt, starten die Regionalliga-Hockeyspieler des Bonner THV am Sonntag (16 Uhr, BTHV-Gelände) gegen den direkten Konkurrenten Marienburger SC in die Rückrunde.

Die Abstiegsregelung der 2. Bundesliga, aus der bei widrigem Verlauf zwei westdeutsche Vereine absteigen könnten, stellt die große Unbekannte dar. "Sollte dieser Fall eintreten, müssten in unserer Gruppe drei Mannschaften absteigen. Ansonsten wären es nur zwei, und unser Polster von fünf Punkten würde uns ruhiger schlafen lassen", erklärt der Bonner Trainer, Rüdiger Hänel.

Damit erst gar keine Rechenspiele die Rückrunde bestimmen, könnte ein Erfolg gegen die Gäste aus der Domstadt vorentscheidenden Charakter haben. Die Vorzeichen für die Bundesstädter sind allerdings alles andere als ideal. Mit Stefan Brisken, Mike Hanson und Benedikt Ewig fallen gleich drei Stammkräfte definitiv aus.

Zudem steht hinter dem Einsatz von Toptorjäger Leo Paterna, der an einer Zerrung laboriert, ein großes Fragezeichen. Rüdiger Hänel muss folglich improvisieren und auf den eigenen Nachwuchs setzen. "Wir werden unser taktisches Konzept aus der Hinrunde beibehalten. Jetzt müssen andere in die Bresche springen. Ich habe großes Vertrauen in jeden meiner Spieler".

Auch für die Damen des BTHV steht am Samstag gegen den Aachener HTC (16 Uhr, BTHV-Gelände) bereits ein vorentscheidendes Heimspiel an. Aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Tags der offenen Tür hofft BTHV-Trainer Jan Henseler auf eine große Kulisse. "Wir wollen allen Zuschauern beweisen, dass bei uns attraktives Damenhockey gespielt wird. Wir fühlen uns in der derzeitigen Verfolgerrolle sehr wohl und streben drei Punkte an".

Der Gast aus der Kaiserstadt steht im Tabellenkeller und wird große Gegenwehr leisten. Durch den Beginn des Sommersemesters könnten die Aachener zudem eine Wundertüte darstellen. "Sie sind schwer einzuschätzen. Wir müssen sie auf jeden Fall ernst nehmen und von Beginn an unter Druck setzen. Einen Ausrutscher dürfen wir uns jedenfalls nicht mehr erlauben", so Henseler.

Die Oberliga-Herren des HTC Schwarz-Weiß Bonn müssen dagegen am Sonntag (16 Uhr, in Essen) auswärts bei ETUF Essen II antreten. Die Vorbereitung verlief sehr durchwachsen. Acht Spieler stehen im Abiturstress und können nur sporadisch an den Trainingseinheiten teilnehmen. "Das geht nicht spurlos an uns vorbei. Die gewohnten Automatismen sind noch nicht ausgereift. Wir werden daher schnell nach vorne spielen müssen und unsere Chancen in der Offensive suchen", sagt der Trainer der Schwarz-Weißen, Ludger Wichmann.

Mit der ETG Wuppertal gibt es zwar einen bisher extrem dominant aufgetretenen Spitzenreiter. Die Hoffnung auf den Aufstieg wollen die Schwarz-Weißen jedoch noch nicht aufgeben. "Wir müssen Siege einfahren und auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Wir werden uns jedenfalls nicht mit den bisher geholten sieben Punkten zufrieden geben", so Wichmann.