Dritte im Hyrox Brid Stepper verpasst Sprung zur Fitness-WM knapp

Bonn · Die Beueler Badmintonspielerin Brid Stepper ist in der Qualifikation zur Hyrox-Weltmeisterschaft Dritte geworden. Aber es gibt noch Hoffnung.

Auf Platz drei der WM-Quali im Hydrox landete Brid Stepper.

Auf Platz drei der WM-Quali im Hydrox landete Brid Stepper.

Foto: Privat

Für viele Zuschauer des 1. BC Beuel war es an jenem Samstag eine große Überraschung, dass Brid Stepper nicht im Kader des Badminton-Bundesligisten im Spiel gegen den SC Union Lüdinghausen stand. Doch die Einzelspezialistin der ersten Mannschaft lag nicht etwa krank im Bett, sondern nahm an der Qualifikation zu den „Hyrox“-Weltmeisterschaften teil.

An dem Wochenende stand die Frankfurter Messe ganz im Zeichen der Fitness. Denn darum geht es im Endeffekt bei dieser recht neuen Sportart. Ausdauer, Fitness und Kraft werden hier trainiert. In einem immer gleichen Parcours müssen die Teilnehmer abwechselnd je einen Kilometer laufen, dann jeweils ein Workout machen wie etwa ein Kilometer an der Rudermaschine oder am Ski-Ergometer oder Ähnliches. Nach insgesamt acht Durchgängen ist der Wettkampf vorbei und die jeweils schnellsten in ihrer Altersklasse haben sich für die Weltmeisterschaften qualifiziert.

Schon zweimal bei einer Badminton-WM dabei

Bei Brid Stepper war das dieses Mal nicht der Fall. Als Dritte in ihrer Altersklasse und Gesamtzwölfte schrammte sie an der Qualifikation knapp vorbei. Aus dem Rennen ist sie damit aber noch nicht, denn im April im Rahmen der Sportmesse Fibo in Köln besteht noch eine weitere Chance, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. „Das Faszinierende an der Sportart ist, dass du nur mit dir selber beschäftigt bist und nicht mit einem Gegner oder einem Mitspieler wie beim Badmontin“, sagt die Sportstudentin, die die „coole Atmosphäre“ bei dieser Sportart besonders liebt.

Stepper kam über einen Freund zu der Sportart, „die so leicht ist, weil einfach jeder mitmachen kann“, sagt die 26-Jährige, die mannschaftsintern dafür bekannt ist, gerne auch nach den offiziellen Trainingseinheiten noch freiwillig Fitnessübungen zu absolvieren. In der Vergangenheit hatte sie damit bereits sehr großen Erfolg, belegte bei der Weltmeisterschaft 2019 den neunten Platz und 2020 Rang acht.

Die Sportart Hyrox ist noch recht jung, wächst allerdings rasant, nach Gründerangaben sind in dieser Saison bereits 45 000 Teilnehmer am Start. Die Sportart wurde in Deutschland entwickelt, unter anderem vom mehrmaligen Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste, und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Millionen von Athleten in dem neuen Sport zu verbinden und ihrem Training ein Ziel zu geben.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort
Der etwas andere Verein
Gerd Klink ist seit 16 Jahren Trainer beim Wahlscheider SV Der etwas andere Verein