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Baseballer siegen doppelt: Capitals als Nordmeister ins Halbfinale

Baseballer siegen doppelt : Capitals als Nordmeister ins Halbfinale

Die Bonn Capitals sind mit zwei glatten Siegen gegen die Paderborn Untouchables ins Halbfinale der Baseball-Playoffs eingezogen. Da geht es nun gegen den gleichen Gegner.

Die Bonn Capitals gehen als Nordmeister der Baseball-Bundesliga in das Halbfinale um die deutsche Baseball-Meisterschaft. Kurzfristig hatte der deutsche Baseball- und Softballverband in Absprache mit den beteiligten Vereinen den Modus auf ein Best-of-Five geändert. Zunächst sollte der Finalteilnehmer in lediglich drei Partien ausgespielt werden. Nach zwei ungefährdeten 4:0- und 13:2-Siegen gegen den Halbfinalgegner Paderborn Untouchables stehen nun zum Auftakt der Halbfinalserie für die Capitals zwei Heimspiele auf dem Programm. Spiel eins findet am kommenden Samstagabend um 19 Uhr als Nightgame unter Flutlicht statt. Die zweite Begegnung gegen die Ostwestfalen beginnt am Sonntag um 14 Uhr.

Zum Abschluss der regulären Saison setzten die Capitals gleich im ersten Inning ein Zeichen ihrer momentanen Offensivstärke. Spielertrainer Wilson Lee und Daniel Lamb-Hunt schlugen nacheinander jeweils einen Homerun zur 2:0-Führung. Auf der anderen Seite hatte Paderborn das ganze Spiel über einen sehr schweren Stand gegen Bonns Pitcher Sascha Koch, der in sechs Innings überragende zwölf Strikeouts warf und nur einen einzigen Hit zuließ. Im weiteren Verlauf des Spiels ließen die Gastgeber zahlreiche Chancen aus. Die Folge: Die Capitals mussten bis zum vierten Inning warten, um zwei weitere Runs zum 4:0 nachzulegen. Nach Hits von Lamb-Hunt und Chris Goebel erzielten Eddie Stommel und Eric Brenk die Punkte drei und vier. Wie schon vergangene Woche war Goebel auch diesmal der beste Schlagmann der Capitals.

Starkes Debüt von Noah Lindt

In Spiel zwei schonten beide Seiten zunächst ihre etatmäßigen Pitcher. Sicher auch eine Maßnahme, um die Karten vor dem Halbfinale nicht komplett auf den Tisch zu legen. So kam Bonns erst 16-jähriger Pitcher Noah Lindt zu seinem ersten Starteinsatz. Lindt warf über drei Innings hinweg ein mehr als beachtliches Spiel. Mit vier Strikeouts und nur zwei Runs gegen sich konnte er stolz den Mound verlassen und an Maurice Wilhelm übergeben. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2-Unentschieden. Lamb-Hunt und Nick Miceli hatten für die beiden Bonner Punkte gesorgt. Im dritten Inning folgte dann ein besonderes Highlight. Justus Recki, der sich in dieser Saison in der Starting Nine festgespielt hat, gelang ein spektakulärer Grand-Slam-Homerun, bei dem alle Bases besetzt waren. Der Lohn: vier Punkte für die Capitals. Für Paderborns Lukas Kloppenburg eine bittere Szene. Nach dem dritten Inning verließ der Pitcher entnervt seinen Arbeitsplatz auf dem Wurfhügel.

Die Capitals aber hatten noch nicht genug, legten im vierten Inning vier weitere Runs nach und beendeten das Spiel wie schon in der Vorwoche mit einem Walk-Off-Homerun, dieses Mal von Wilson Lee. 13:2 bedeutete gleichzeitig das abrupte Ende nach der Ten-Run-Rule. Auf sich aufmerksam machte in diesem Spiel auch Eddie Stommel mit drei Hits.

Nun beginnt sofort die Vorbereitung auf das Halbfinale. „Das hat natürlich ganz andere Vorzeichen und wird sicher kein Selbstläufer. Aber die beiden Siege geben weiteres Selbstvertrauen“, meinte Capitals-Spielertrainer Lee.