Endspurt in der Mittelrheinliga Dem FV Endenich fehlen noch zwei Punkte

BONN/RHEIN-SIEG-KREIS · Der FVE will sich bei Fortuna Köln den Klassenerhalt sichern. Siegburg verpflichtet Uckerather Torjäger Tim Keil. Hennef hat spielfrei

Den Klassenerhalt wollen die Endenicher nach der Partie bei Fortuna Köln bejubeln.

Den Klassenerhalt wollen die Endenicher nach der Partie bei Fortuna Köln bejubeln.

Foto: Boris Hempel/rheinzoom.photo

Zwei Punkte benötigt der FV Endenich, um sich aus eigener Kraft das Startrecht für die Fußball-Mittelrheinliga für eine weitere Spielzeit zu sichern. Diese sollen am Sonntag (15.30 Uhr) mit einem Erfolg bei der Zweitvertretung von Fortuna Köln eingefahren werden – um so einen Showdown am letzten Spieltag gegen den Bonner SC zu vermeiden.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, die den Kampf angenommen hat und sich weiter steigert“, lobte Interimstrainer Hansi Langen nach dem wichtigen 3:1-Erfolg bei Borussia Freialdenhoven vor Wochenfrist. „Jetzt wollen wir in Köln den letzten Schritt machen. Eins ist aber sicher; die Kölner werden uns nichts schenken“, so Langen, mit dessen Trainerengagement der Aufschwung des FVE mit sieben Zählern aus drei Spielen Fahrt aufnahm. Das bedeutet vier Punkten Vorsprung auf den einzig verbliebenen Abstiegsrang, den Germania Teveren innehat. Teveren empfängt am Sonntag Bergisch Gladbach und muss zum Saisonkehraus in Frechen antreten. Schwer vorstellbar, dass dabei die benötigten zwei Siege herausspringen könnte.

Dementsprechend treiben die Endenicher Verantwortlichen die Planungen für die nächste Spielzeit in der fünften Klasse voran. In der Funktion des sportlichen Leiters kehrt Ex-Trainer Denis Ochs zurück. Kurz darauf gaben er und Sportdirektor Markus Köppe den Namen des neuen Trainers preis: Ali Meybodi. Nach sieben Jahren FC Pesch war der 48-Jährige zuletzt beim Ligakonkurrenten FC Hürth. Durch seine Kontakte gelang es Endenich, mit Ergün Yildiz einen hochkarätigen Stümer mit Regionalligaerfahrung zu verpflichten. Für die Abwehr konnten sich die Endenicher mit Alexander Liontos einigen. Der 29jährige kommt vom Rheinlandligisten Ahrweiler BC.

Wenn es tabellarisch weder nach oben noch nach hinten gehen kann, lässt die Spannung der Protagonisten verständlicherweise merklich nach. So geschehen bei der jüngsten 2:3-Heimniederlage des Siegburger SV gegen das Tabellenschlusslicht Germania Teveren. „Man darf verlieren, sicher auch gegen schwächere Gegner, aber nicht so“, fand SSV-Trainer Alexander Otto. So strich er den freien Feiertag und beraumte ein Training an. „Ich gehe davon aus, dass wir in Hürth ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Otto. Parallel basteln die Verantwortlichen am neuen Kader. Nach Mehrschad Kadan und Nico Kuhbier verpflichteten die Kreisstädter mit Tim Keil (24) einen Torjäger, der derzeit noch für den SC Uckerath in der Bezirksliga für Furore sorgt. „53 Tore und 31 Vorlagen in 47 Spielen sprechen eine deutliche Sprache“, sagt Otto.

Der an diesem Wochenende spielfreie FC Hennef musste unter der Woche die unerfreuliche Nachricht vernehmen, dass Defensivspieler Burak Mus seinem ehemaligen Coach Sascha Glatzel zum Ligakonkurrenten Bonner SC folgt.