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Deutsche Baseball-Meisterschaft: Bonn Capitals stehen wieder im Finale

Deutsche Baseball-Meisterschaft : Bonn Capitals stehen wieder im Finale

Die Bonner Bundesliga-Baseballer besiegen Erzrivale Heidenheim Heideköpfe in der Halbfinalserie mit 3:1 und stehen nun im Finale um die deutsche Meisterschaft.

Das halbe Dutzend ist voll. Die Bonn Capitals stehen zum sechsten Mal in Folge im Finale um die deutsche Baseball-Meisterschaft. Dabei hat die Mannschaft von Cheftrainer Max Schmitz den vermeintlich dicksten Brocken bereits in der Habfinalserie aus dem Weg geräumt. Nach der Siegteilung am vergangenen Wochenende in Bonn gewannen die Capitals dank einer überragenden Mannschaftsleistung gegen den Angstgegner und bis dahin amtierenden Meister Heidenheim Heideköpfe diesmal mit 9:3 und 7:0.

In beiden Spielen hatten die Gastgeber keine Chance, die Niederlagen abzuwenden. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannshaft“, sagte der Capitals-Headcoach nach dem Finaleinzug auf der Ostalb. „Wir haben als Team diese beiden Siege geholt, jeder hat seinen Beitrag geleistet. Und unsere Starting Pitcher Maurice Wilhelm und Zach Dodson haben ihr Playoff-Gesicht gezeigt. Eine Topleistung von allen.“

Die Capitals hatten sich einiges vorgenommen

In beiden Spielen war gleich zu merken, dass die Capitals sich einiges vorgenommen hatten und sehr konzentriert zu Werke gingen. Die schwarze Serie gegen die Heideköpfe, die von den Capitals mit dem Meistertitel 2018 erst einmal durchbrochen werden konnte, sollte zu den Akten gelegt werden. In Spiel drei der Best-of-Five-Serie sorgten die Hits von Daniel Lamb-Hunt, John Schultz, Daniel Sanchez und Danny Lankhorst schnell für eine beruhigende 3:0-Führung. Im dritten Inning legten die Gäste nach. John Schultz und Vinny Ahrens erliefen zwei weitere Punkte zum 5:0 für die Capitals.

Damit war der Bann gegen den gefürchteten Heidenheimer Pitcher Mike Bolsenbroek früh gebrochen. Ein ganz anderes Gesicht zeigten die Bonner Pitcher. Zunächst hielt Nationalspieler Wilhelm die Heidenheimer Offensive an der kurzen Leine. Zwar schlugen die Hausherren einige Hits. Aber mehr als das 1:5 im dritten Inning sprang dabei nicht heraus. Und Wilhelm wollte mehr: Wieder und wieder kehrte er auf den Wurfhügel zurück, obwohl er längst die Schallmauer von 100 Würfen durchbrochen hatte. Bis ins neunte Inning hinein hielt Wilhelm durch. 140 Würfe standen zu Buche.

Als die Heideköpfe dann die Bases mit Spielern besetzt hatten, nahm Max Schmitz seinen Starting-Pitcher vom Mound – eine kluger Schachzug, denn so konnte der Bonner Cheftrainer alle anderen Pitcher für Spiel vier am nächsten Tag schonen. Sorgen musste sich der Bonner Headcoach zu diesem Zeitpunkt nicht mehr machen. 9:1 war auf dem Scoreboard zu lesen. Im siebten Inning hatten die Gäste drei weitere Punkte durch Daniel Lamb-Hunt, John Schultz und Daniel Sanchez nachgelegt. Lamb-Hunt ließ dabei im letzten Inning noch einen Homerun folgen. 9:3 hieß es am Ende. Die zwei Punkte der Heidenheimer taten den Capitals nicht mehr weh.

Fünf Runs im fünften Inning

Für Spiel vier hatte Schmitz seinen Spielern einen Namen ins Lastenheft geschrieben: Jared Mortensen. Der kanadische Pitcher der Heideköpfe hatte den Capitals am vergangenen Wochenende das Leben schwer gemacht. „Diesmal wollten wir zeigen, dass er das nicht zweimal schafft“, erklärte der Bonner Headcoach. Nach verhaltenem Beginn beider Kontrahenten blies Wilson Lee im vierten Inning zur Attacke. Nach einem Hit von John Schultz erlief Lee das 1:0. Es folgte eine wahres Offensivfeuerwerk der Capitals.

Gleich fünf Runs gelangen den Gästen im fünften Inning – der Grundstein für den entscheidenden dritten Sieg war gelegt. Nach Runs von Danny Lankhorst, Eddie Stommel, Eric Brenk und Daniel Lamb-Hunt stand es sogar 6:0. Dabei trafen die Bonner Schlagleute immer dann, wenn es darauf ankam. Das 7:0 besorgte Vinny Ahrens nach einem Schlag von Eddie Stommel. Zwar gelang auch den Hausherren der eine oder andere Hit. Für Gefahr sorgten die Schläge allerdings nicht. Garant dafür war Bonns Pitcher Zach Dodson, der einmal mehr eine überzeugende Leistung ablieferte. Paul Schmitz und Dovydas Neverauskas sorgten dafür, dass es beim Shutout blieb. Die Heideköpfe mussten sich ohne einen einzigen Punkt geschlagen geben.

Gegen wen die Capitals nach 2018 um den zweiten Meistertitel spielen, entscheidet sich erst am kommenden Wochenende. Nach den ersten beiden Spielen zwischen Paderborn und Regensburg steht es 1:1.