Kommentar Ein großer Fehler des FC

Eines ist klar. Der Verlierer im Fall Kevin Pezzoni ist der 1. FC Köln. Egal, was die Beteiligten beider Seiten behaupten. Egal, wer in diesem Fall letztendlich recht hat. Egal, was gewaltbereite Chaoten unter dem Deckmantel eines Fans angerichtet haben. Der FC ist einmal mehr durch schlechtes Krisenmanagement aufgefallen.

"In der Erstdarstellung haben wir Fehler gemacht", erklärte der Sportliche Leiter Frank Schaefer und gab zu, dass die Abstimmung unter den Verantwortungsträgern beim Fußball-Zweitligisten immer noch nicht klappt. Dass die Trennung nach den unschönen Vorkommnissen vor der Wohnung von Pezzoni unausweichlich war, ist eine völlig falsche Schlussfolgerung.

Die Auflösung des Vertrags lädt Nachahmer in der gesamten Republik geradezu dazu ein, mit solchen Aktionen Spieler vom eigenen Hof zu vertreiben. Da hat der FC einen großen Fehler gemacht.

Doch was immer in den Gesprächen zwischen Pezzoni und der Clubführung gesagt und ausgehandelt wurde: Dass der Profi erst mit Zeitverzögerung die Hooligans vor seinem Haus angezeigt hat und sich zu den Begleitumständen der Vertragsauflösung öffentlich zu Wort meldet, ist der Sache nur abträglich.

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