Begnadigung nach Suspendierung Endenicher Kapitän verlässt die Baller League

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis · Abdenbi Oubelkhiri kehrt nach dem Baller-League-Ausflug zurück zum FV Endenich. Er läuft bereits am Sonntag wieder für den Mittelrheinligisten auf. Der Siegburger SV will indes an gute Leistungen anknüpfen.

Abdenbi Oubelkhiri (r.) beim Spiel gegen den Vichttal.

Abdenbi Oubelkhiri (r.) beim Spiel gegen den Vichttal.

Foto: Wolfgang Henry

Der FV Endenich kann wieder auf Abdenbi Oubelkhiri setzen. Der ehemalige Kapitän des abstiegsbedrohten Mittelrheinligisten war vergangene Woche wie vier weitere Endenicher Spieler wegen der Teilnahme an der Baller League suspendiert worden. Vor der Heimbegegnung gegen den Aufstiegskandidaten Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15.15 Uhr/Röckumstraße) kam es bei Oubelkhiri zu einem Sinneswandel.

„Oubelkhiri hat eine Kehrtwende vollzogen und ist an uns herangetreten mit der Bitte, wieder für Endenich spielen zu dürfen. Nach Rücksprache mit der Mannschaft haben wir diesem Wunsch entsprochen. Abdenbi gehört, nachdem er der Baller League den Rücken gekehrt hat, wieder zum Kader“, bestätigte Sammy Amraoui in seiner Funktion als Sportlicher Leiter. Für FVE-Trainer Marek Dabrowski eine mehr als willkommene Personalie.

Denn der 23-Jährige kann im Spiel der Endenicher sicherlich zuletzt vermisste Akzente setzen. Denn bei der jüngsten 0:1-Niederlage beim SV Siegburg 04 überzeugte die Dabrowski-Elf zwar in läuferischer und kämpferischer Hinsicht, blieb aber im Spiel nach vorne weitgehend harmlos. Trotz der schwierigen Lage ist der Klassenneuling weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. „Wir müssen eine Jetzt-Erst-Recht Mentalität auf den Platz bringen. Schließlich sind wir tabellarisch nicht abgehängt. Es geht eng zu und wir haben noch alles in der Hand“, fordert Amraoui.

Siegburg will an gute Leistungen anknüpfen

Der Trainer des Siegburger SV ist hingegen zuversichtlich. „Entscheidend ist, dass wir erfolgreich ins neue Spieljahr gestartet sind“, meinte Alexander Otto nach dem mühsamen 1:0-Heimerfolg gegen den FV Endenich. Doch trotz des achten Meisterschaftsspieles ohne Niederlage (7 Siege / 1 Remis) gab es einiges, was ihm nicht gefiel: „Wichtig ist mir natürlich, dass wir uns eine Vielzahl von hochkarätigen Tormöglichkeiten erarbeiten, aber wir müssen diese einfach besser nutzen“, fordert Otto mehr Effizienz. Wohlwissend, dass in den kommenden Wochen starke Gegner auf seine Elf zukommen. „Die Begegnung in Bergisch Gladbach und anschließend gegen Tabellenführer Frechen 20 werden echte Standortbestimmungen für uns sein. In diesen Spielen werden wir mit Sicherheit weniger Torchancen bekommen“, sagt der Coach. Schon in Bergisch Gladbach (Anstoß, 15 Uhr) dürften die Trauben hoch hängen, zumal das Team von Trainer Mike Wunderlich nach der enttäuschenden 0:3 - Pleite in Vichttal am vergangenen Spieltag auf Wiedergutmachung aus ist.

Zu viele Gegentreffer zum Jahresauftakt

Den Spieljahresauftakt hätte sich Fatih Özyurt vom FC Hennef sicherlich schöner ausgemalt. Zwar waren die Niederlagen gegen die Aufstiegsfavoriten Bonner SC (0:4) und Eintracht Hohkeppel (1:4) durchaus einkalkuliert, doch die acht Gegentreffer waren für den Coach dann doch zu viel. „Wir haben mal eine ausgedehnte Videoanalyse gemacht. Sieben der acht Treffer fielen innerhalb von zehn Minuten gegen Bonn und einer Viertelstunde gegen Hohkeppel. Wir kassieren viel zu einfache Tore. Für mich ein klares Zeichen von Konzentrationsschwäche, die wir dringend beheben müssen“, fordert Özyurt. Am besten bereits an diesem Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Königsdorf (Anstoß 15 Uhr/Anton Klein Sportpark).

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