Fußball-Mittelrheinliga: Siegburg gewinnt Endenich verlässt die Abstiegsränge

BONN/RHEIN-SIEG-KREIS. · Sieg, Remis, Unentschieden: Völlig unterschiedlich verlief der 22. Spieltag der Fußball-Mittelrheinliga für die Teams aus der Region. Während der Siegburger SV 04 beim 4:1-Heimspielerfolg gegen den FC Union Schafhausen seiner Favoritenrolle gerecht wurde, fand die Serie des FC Hennef 05 beim 0:2 gegen den FC Hürth ein jähes Ende. Jubeln konnte hingegen der FV Endenich, der mit einem 1:1 gegen den TuS BW Königsdorf dank des besseren Torverhältnisses die Abstiegsränge verließ.

 Mit dem 1:1 gegen Königsdorf haben Ertugrul Ünal (rechts) und der FV Endenich die Abstiegsplätze verlassen.

Mit dem 1:1 gegen Königsdorf haben Ertugrul Ünal (rechts) und der FV Endenich die Abstiegsplätze verlassen.

Foto: Wolfgang Henry

FV Endenich - TuS BW Königsdorf 1:1 (0:1): FVE-Coach Marek Dabrowski sprach nach der Begegnung gegen den favorisierten Tabellenachten von einem Punktgewinn. Erneut kämpfte seine taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft um jeden Ball und wurde am Ende belohnt. Heraus sprang erstmals der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.

Die Partie nahm zunächst einen denkbar unglücklichen Verlauf, als Gästespieler Gaiton Barroso per Strafstoß seine Elf in Führung brachte. Endenich ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen, sondern bot Königsdorf Paroli. Der eingewechselte Winterneuzugang Yuito Nakamura glich in der 52. Minute nach feiner Vorarbeit von Maximo Valente aus.

FV Endenich: Eisberg, Renda, Manchev, Özen, Ferreira-Böcker, Viehweger (30. Y. Nakamura), Valente, Woo, Ünal, Manchev, Dias (46. Fontem).

FC Hennef 05 - FC Hürth 0:2 (0:2): FCH-Trainer Fatih Özyurt verstand die Welt nicht mehr: „Wir haben drei hundertprozentige Chancen und machen zwei Geschenke“, ärgerte er sich über den Spielverlauf. Bereits nach sechs Minuten scheiterte der für den gesperrten Ole Lichter in die Startelf gerückte Celal Kanli an Gästekeeper Kevin Kraus. Auch gegen Sahin Biniazz zeigte Kraus, dass er zu den besten Torstehern der Mittelrheinliga zählt (21.). Als er gegen Kanli auch zum zweiten Mal siegreich blieb (27.), machten sich ob der ausgelassenen Möglichkeiten Bedenken bei den Hennefern breit.

Und der Schuss ging tatsächlich nach hinten los. Keine zwei Minuten später führte eine Standardsituation zum 0:1. Eine Freistoßflanke von Yousef Keshta köpfte Jacob Göker unbedrängt ein (29.). Dieser Gegentreffer brachte die Hausherren aus dem Konzept. War FCH-Torwart Justin Strauch gegen Bastian Porschen noch Herr der Lage (36.), führte sein zu kurz geratener Abschlag zum 0:2. Diesmal war der ehemalige Hennefer Tomaya Ito der Nutznießer (40.).

Zwar verbreitete Özyurt in der Pause noch Zuversicht, doch seine Elf fand nicht zurück in die Partie. Ein abgefälschter Freistoß von Volkan Ballicalioglu (51.) sowie ein weiterer Standard von Celal Kanli, den Kevin Kraus entschärfte (62.), waren die einzigen Gelegenheiten, den Anschluss zu schaffen. Dem gebrauchten Tag setzte Kanli mit einem Pfostentreffer in der Nachspielzeit ein Ende.

FC Hennef 05: Strauch, Mus, Kilovyi (72. Wybierek), Shala, Cubukcu, Boboy, Asani, Biniazz (62. Ichue), Schusters (62. Yamahara), Ballicalioglu, Kanli.

Siegburger SV 04 - Union Schafhausen 4:1 (1:0): Die Hausherren wurden erst in Hälfte zwei ihrer Favoritenrolle gerecht. „Bis dahin war es kein gutes Spiel von uns. Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen“, sagte SSV-Coach Alexander Otto. Sam Kisekka (18.), Joran Sobiech (23.) sowie Ju-Yong Jo (32.) scheiterten am gut aufgelegten Gästekeeper Niklas Giesen. So mussten sich die Kreisstädter mit einer 1:0-Pausenführung begnügen, für die Ibrahim Hajri mit einem 20-Meter-Schuss in den Winkel verantwortlich zeichnete (42.).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff verhinderte SSV-Keeper Jens Fikisi mit einer Glanzparade gegen Max Beumers den Ausgleich (47.). Nach dieser Schrecksekunde legte die Otto-Elf den Hebel um. Ein Doppelschlag von Alexander Tackie Sai (67., Strafstoß/69.) brachte die Kreisstädter endgültig auf die Siegerstraße. Ishak Adahchur steuerte den vierten Treffer bei (77.), ehe Beumers Ergebniskosmetik betrieb (90.). Erfreulich für die Siegburger war das Comeback des lange verletzten Timo Balte.

Siegburger SV 04: Fikisi, Maloko, Sobiech (73. Giovanni Multari), Weingarten, Adahchur, Hammouda (73. Asano), Hajri (67. Tomson), Giulio Multari, Kisekka (77. Stephan), Jo, Sai (77. Balte).