GA-Serie „Spurensuche“: Die Leichtathletin Birgit Keil Beim Nachlaufen die Schnellste

Serie | Troisdorf · Die Troisdorferin Birgit Wilkes zählte in den 1970er Jahren zur Spitze der deutschen Sprinterinnen und Weitspringerinnen. Später war sie als Flugbegleiterin tätig. Heute heißt sie Keil und arbeitet als Rentnerin noch für ein Logistikunternehmen.

 Ein denkwürdiges Rennen: 1978 wird Birgit Wilkes (rechts) deutsche Meisterin über 100 Meter vor der Favoritin Elvira Possekel (2. von rechts).

Ein denkwürdiges Rennen: 1978 wird Birgit Wilkes (rechts) deutsche Meisterin über 100 Meter vor der Favoritin Elvira Possekel (2. von rechts).

Foto: Sven Simon

Als an jenem 12. August 1978 im Köln-Müngersdorfer Stadion der Startschuss zum 100-Meter-Lauf fällt, gibt es für Birgit Wilkes kein Halten mehr. Die kurzen, schnellen, stakkatoartigen Schritte der aus Troisdorf stammenden Leichtathletin, die inzwischen im Trikot des VfL Wolfsburg unterwegs ist, ähneln einem regelrechten Trommelfeuer – so hämmern sie über die Bahn. Am Ende leuchten auf der Anzeigetafel 11,65 Sekunden auf: Wilkes ist als Erste über die Ziellinie gesprintet, hat sich den deutschen Meistertitel gesichert, noch vor der Favoritin Elvira Possekel, ihrer ehemaligen Vereinskollegin bei der LG Bonn-Troisdorf.