GA-Serie „Spurensuche“ Bundestrainer Gregor Simon wurde fünfmal Weltmeister im Wildwasserkanu

Serie | Bonn · Fünffacher Weltmeister und seit 2011 Bundestrainer: Der Wildwasserkanute Gregor Simon vom WSV Blau-Weiß Bonn hat in seiner Laufbahn Titel en masse gesammelt. Ab und an steigt der 61-Jährige immer noch selbst ins Boot.

  Mit Thomas Haas sicherte sich Gregor Simon (l.) vom WSV BW Bonn 2000 den Gesamtweltcup im Zweiercanadier bei den Wildwasserkanuten.

Mit Thomas Haas sicherte sich Gregor Simon (l.) vom WSV BW Bonn 2000 den Gesamtweltcup im Zweiercanadier bei den Wildwasserkanuten.

Foto: Ronald Friese

Am Anfang steht für den fünffachen Weltmeister und aktuellen Bundestrainer der Wildwasserkanuten – man mag’s kaum glauben – ausgerechnet das verpönte Rudern. „Fußballspielen hat mir meine Mutter nicht erlaubt, und mein Stiefvater kam vom Rudern. Also bin ich 1976 in die Bonner Ruder-Gesellschaft (BRG) eingetreten“, sagt Gregor Simon. „Aber ich fand das ziemlich langweilig, du bist ja immer nur rückwärts gefahren, hast immer nur zurückgeschaut.“ Und der 61-Jährige bemüht mit einem hintergründigen Grinsen einen humorvollen Vergleich, um seinen zeitnahen Wechsel zum Kanusport zu erklären: „Die Ruderer sitzen mit dem Rücken zur Bootsspitze und sagen ,Guck mal, da war ´ne Kneipe‘, die Kanuten sagen ,Guck mal, da vorn kommt ´ne Kneipe‘. Da war mir Letzteres deutlich lieber.“