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Befreiungsschlag gegen die Krefeld Penguine: Kölner Haie können doch noch gewinnen

Befreiungsschlag gegen die Krefeld Penguine : Kölner Haie können doch noch gewinnen

Nach dem Befreiungsschlag gegen die Krefeld Penguine haben die Kölner Haie wieder die Playoff-Plätze in der DEL im Visier.

Der Stein, der Uwe Krupp und seinen Kölner Haien nach dem 7:0-Erfolg bei den Krefeld Pinguinen vom Herzen fiel, war riesig. Sechs Partien in Folge hatten die Kölner in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht gewonnen. In der Nord-Staffel waren sie auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Gegen den Lieblingsgegner Krefeld erfolgte nun aber der Befreiungsschlag. „Ich freue mich vor allem für die Jungs“, stellte Coach Krupp nach dem zweiten klaren Sieg gegen die Pinguine klar, „auch in den letzten Partien haben sie ganz ordentlich gespielt.“

Nach der 1:5-Schlappe gegen die Düsseldorfer EG war die Gemengelage für das Krupp-Team kompliziert. Die Reise zum „kleinen Derby“ traten sie ohne die verletzten Maury Edwards, Colin Ugbekile und Alexander Oblinger an. Das gastgebende Schlusslicht Krefeld hatte sich nach neun Niederlagen von Coach Mihails Svarinskis getrennt und mit Interimstrainer Boris Blank prompt den ersten Sieg gegen Iserlohn (6:3) eingefahren. Köln hatte es zuletzt vor allem an defensiver Struktur, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und Selbstvertrauen gefehlt.

Fast all diese Attribute brachte die Rückkehr von Zach Sill mit sich. Der Center hatte nach einem Check ins Gesicht seines Bremerhavener Gegenspielers eine Zwei-Spiele-Sperre abgesessen. In der Yayla Arena war er wieder mittendrin statt nur dabei. Auch wenn andere Spieler wie der Dreifach-Torschütze James Sheppard oder Shutout-Goalie Justin Pogge eher herausragten, betonte Krupp die Wichtigkeit des 32-jährigen Kanadiers: „Wir hatten mehr Energie und sind mehr Schlittschuh gelaufen.“ Neben dem Doppelschlag von Sheppard und Youngster Marcel Barinka (9.) zur 2:0-Führung im ersten Drittel war in den folgenden 60 Minuten vor allem die konzentrierte Abwehrarbeit bemerkenswert.

Von Spiel eins an war die wackelige Defensive nämlich das Kölner Sorgenkind. 52 Gegentreffer in den ersten zehn Spielen konnten Krupp nicht gefallen, auch wenn er immer wieder die Jugend und damit einhergehende Unerfahrenheit seiner Defensive herausstellte. Nun standen Jan-Luca Sennhenn und Co. geschlossener zusammen, konnten auch bei gegnerischem Druck das Spiel aufbauen und schnell umschalten. So wurden sie mit dem ersten Zu-null-Spiel der Saison belohnt.

Überragender Pogge pariert 27 Schüsse

„So ein Sieg ist etwas ganz Besonderes“, stellte der 20-jährige Sennhenn klar, „wir haben hart gekämpft und verdient gewonnen.“ Besonders froh war der Youngster über Justin Pogge. „Mit ihm hatten wir eine Wand im Tor“, lobte er die kanadische Nummer eins nach 27 abgewehrten Schüssen. Im Angriff zeugten James Sheppards Saisontreffer acht bis zehn, das achte Tor von Jon Matsumoto, Pascal Zerressens Premierentreffer und die drei Assists von Jason Akeson von großer Effizienz und der wiederentdeckten Spielfreude. Auch die Playoff-Plätze haben die Haie mit nun 13 Punkten wieder fest im Visier.

Auf all diesen Dingen könne man aufbauen, meinte Sennhenn. Gleichzeitig sprach er eine Warnung aus: „Wir sollten das Krefeld-Spiel nicht überbewerten, sondern uns auf die nächsten Partien konzentrieren.“ Gleich am Freitag (18.15 Uhr, MagentaSport) steht das richtungweisende Heimspiel gegen die punktgleichen Grizzlys aus Wolfsburg an.