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Spiel in Berlin: Kölner Haie stehen vor einer großen Herausforderung

Spiel in Berlin : Kölner Haie stehen vor einer großen Herausforderung

Haie-Trainer Uwe Krupp ist am Freitagabend erstmals wieder bei seinem Ex-Club Berlin zu Gast. Die Eisbären zählt er zu den Titelkandidaten in der Deutschen Eishockey Liga und erwartet deshalb ein schweres Spiel für sein Team.

Als sich Uwe Krupp mit den Kölner Haien am Donnerstag in den Bus Richtung Berlin setzte, machte er sich nicht nur auf zum vierten Auswärtsspiel in Serie (Freitag, 20.30 Uhr, Mercedes-Benz-Arena). Der 55-jährige Chefcoach begab sich auch auf eine Reise in die eigene Vergangenheit. Von Ende 2014 bis Frühjahr 2018 coachte der gebürtige Kölner die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und hätte sie 2018 in den Endspielen gegen München beinahe zum Meister gemacht.

Nach der knapp mit 3:4-Siegen verlorenen Finalserie verabschiedete sich Krupp in Richtung Sparta Prag und kehrt nun knapp zwei Jahre später erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Ich freue mich, nach Berlin zu fahren“, stellt der Coach klar. Er habe dort eine „sehr gute Zeit“ gehabt und gerne in der Bundeshauptstadt gearbeitet und gelebt. Abgesehen von alten Bekannten interessiert Krupp vor dem Spitzenspiel in der Nord-Staffel vor allem „die große Herausforderung“: „Die Eisbären sind eine absolute Top-Mannschaft. Ich traue ihnen den Titel zu.“

Auch wenn mit Maxim Lapierre und André Rankel zwei erfahrene Führungsspieler die Schlittschuhe an den Nagel gehängt haben, sieht er den kommenden Gegner „gut aufgestellt“. „Sie haben gute Entscheidungen getroffen und wirklich Qualität verpflichtet.“ Nicht nur Nationalkeeper Mathias Niederberger, den Krupp noch aus der gemeinsamen Saison 2014/15 kennt, verstärkt die Eisbären deutlich. Auch Verteidiger Stefan Espeland oder die Angreifer Mark Zengerle und Kris Foucault machen Berlin unberechenbarer.

Pogge kehrt ins Tor zurück

Nach den Niederlagen in Wolfsburg (0:1) und Iserlohn (2:5) scheint der aktuelle Tabellenvierte zwar etwas zu schwächeln. Zu Hause gewann er aber beide Spiele gegen Bremerhaven (3:2) und Krefeld (5:0). „Aufgrund des Kaders, der Vorbereitung und der letzten Saison muss man davon ausgehen, dass Berlin in unserer Gruppe das stärkste Team ist“, meint Krupp. Wenn sein junges Kölner Team bestehen möchte, brauche es – trotz geglücktem Saisonstart – eine Weiterentwicklung. „Wir schenken aktuell noch zu leicht Treffer her, daran wollen wir arbeiten“, erklärt Krupp. Bei einem Gegentorschnitt von 3,5 sei es auf Dauer schwer, Spiele zu gewinnen.

Tore verhindern soll Haie-Keeper Justin Pogge. Auch er kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück und rückt wohl für Hannibal Weitzmann zwischen die Pfosten. Sebastian Uvira fehlt weiter verletzt, der Einsatz des angeschlagenen James Sheppard ist fraglich.