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Kölner Haie unterliegen den Frankfurter Lions 0:2

Kölner Haie unterliegen den Frankfurter Lions 0:2

Kein Vorbeikommen an Gordon - Zwei ehemalige Kölner schießen Tore

FRANKFURT. Die Kölner Haie haben in der Deutschen Eishockey Liga bei den Frankfurt Lions eine 0:2 (0:2; 0:0; 0:0)-Niederlage einstecken müssen und sind dadurch vom zweiten Tabellenplatz verdrängt worden.

Bereits am Freitagabend hatte der Kölner Profi Dave McLlwain Böses geahnt, als er von der heftigen 3:8-Niederlage der Lions in Berlin erfuhr. "Es wäre mir lieber, sie hätten 8:3 gewonnen. Jetzt bekommen wir ihren Frust ab, sie werden auf Wiedergutmachung brennen", sagte er. Der Kölner Trainer Doug Mason stimmte seinem Kapitän zu: "Spiele in Frankfurt sind sowieso schon immer etwas schmutziger als anderswo. Wir müssen uns am Sonntag warm anziehen."

Doch auch die wärmste Kleidung nutzte den Haien nichts. Zwei ehemalige Kölner brachten die Gastgeber früh auf die Siegerstraße: Jason Young traf in der 8. Minute zum 1:0, nur zwei Minuten später legte Lasse Kopitz nach. Beide Treffer fielen im Powerplay, als Ivan Ciernik und Todd Warriner jeweils die Strafbank drückten. In der 30. Minute drohte den Kölnern ein noch höherer Rückstand, als Schiedsrichter Daniel Piechaczek gleich zwei Strafen gegen Doug Masons Team verhängte.

Wieder musste Warriner hinaus, zusätzlich gab es eine Bankstrafe gegen die Haie wegen unsportlichen Verhaltens; offensichtlich hatte sich jemand über die Strafe beschwert. Volle zwei Minuten lang stemmten sich jeweils drei Kölner gegen fünf Frankfurter und konnten sich mit viel Einsatz durch die Gefahrensituation kämpfen. Ohnehin stellen die Kölner das beste Unterzahlteam der gesamten Liga. So konnten die Frankfurter ihre Führung zwar nicht ausbauen, doch gleichzeitig ließen sie Köln nicht ins Spiel finden.

Das sollte sich nach Hoffnung der mitgereisten Kölner Anhänger im Schlussdrittel ändern, als sich die Haie mit neuem Elan um den Anschlusstreffer bemühten. Doch John Slaney und Daniel Rudslätt scheiterten an Frankfurts Torhüter Ian Gordon. Dann wurde zwar wurde auch einmal gegen die Frankfurter, gegen den Ex-Hai Jason Marshall, eine Strafzeit verhängt, doch die Kölner fanden wieder keinen Weg an Gordon vorbei.

Als Layne Ulmer drei Minuten vor Schluss den Kölner abermals die Gelegenheit zum Überzahlspiel gab, scheiterte selbst Torjäger Ivan Ciernik. Doug Mason versuchte alles, nahm Torhüter Travis Scott noch zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch Lions-Keeper Ian Gordon blieb unüberwindbar und sicherte sich seinen dritten Shutout, ein Spiel ohne Gegentor, der laufenden Saison. Bereits am Dienstag müssen die Haie beim rheinischen Derby in Düsseldorf erneut auf fremdem Eis antreten.

Tore: 1:0 Young (8.), 2:0 Kopitz (10.).

Strafminuten: Frankfurt 10, Köln 16.

Zuschauer: 6 700