1. Sport
  2. Regio-Sport

Kölner Haie warten auf die Lizenz

Erstes Training im August : Kölner Haie warten noch immer auf die Lizenz

Die Kölner Haie werden bis 1. Juli keine neuen Verträge abschließen. Erstes gemeinsames Training auf dem Eis soll im August stattfinden.

Uwe Krupp sitzt schon fast auf gepackten Koffern. Jedenfalls laufen die Vorbereitungen des Trainers der Kölner Haie für den Umzug von Prag zurück in seine Geburtsstadt aktuell auf Hochtouren. Ende Juni soll es soweit sein. „In unserem Geschäft sind wir Umzüge ja gewohnt, aber es ist trotzdem immer der normale Wahnsinn“, scherzt Krupp, der mit seiner Frau Claire und den beiden Kindern nach Rodenkirchen ziehen wird.

Bevor es so weit ist, wird sich der 54-Jährige weiter mit dem laufenden Lizenzierungsverfahren der Deutschen Eishockey Liga auseinandersetzen müssen. „Die vergangenen zwei Monate standen unter dem Gesichtspunkt der Lizenzierung, die bis zum 30. Juni für uns hoffentlich ein positives Ergebnis bringt.“ Die Vorsicht, mit der Krupp seine Worte wählt, lassen darauf schließen, dass das Verfahren auch durch die umstrittenen Vorgaben der DEL in puncto Gehaltsreduzierungen komplizierter als sonst ist.

„Wir haben sehr viele Gespräche im Management und mit dem Team geführt, um für unsere Kaderplanung einen entsprechenden Etat auf die Beine zu stellen. Ich kann sagen, dass die Haie-Familie noch enger zusammengerückt und der Austausch sehr positiv ist“, berichtet Krupp.

Grundsätzlich unterscheidet sich für den Trainer die aktuelle Phase nicht so extrem von der in den vorangegangenen Jahren zur gleichen Zeit: „Die Papiere zusammenzukriegen, ist immer die Aufgabe. Durch Corona findet nur alles viel mehr in der Öffentlichkeit statt.“

Vorbereitungen mit dem gesamten Team ab 27. Juli

Für Krupp steht fest, dass sich die Haie an den allgemeinen DEL-Transferstopp halten und erst nach Erteilung der Lizenz ihre Kaderplanung zum Abschluss bringen werden: „Wir haben unsere Pläne. Vor dem 1. Juli werden wir aber keine Verträge abschließen. So lange wird nichts passieren.“ Das gilt auch für die Reiseplanung der nordamerikanischen Spieler im Haie-Kader. „Ich gehe aber davon aus, dass die Einreise nach Deutschland kein großes Problem wird. Die Jungs werden einen negativen Covid-Test in der Tasche haben müssen. Bis sie zurückkommen, werden sich die Rahmenbedingungen bestimmt weiter verändert haben“, sagt Krupp. Er selbst ist erst kürzlich von Prag nach Frankfurt geflogen – mit einem negativen Test in der Tasche.

Der KEC-Coach befindet sich natürlich im regen Austausch mit seinen Spielern in Übersee. „Sie sind alle im Sommertraining. In Nordamerika ist es ja so, dass jeder Spieler einen Personaltrainer hat. Die Vorbereitung läuft normal.“ Die Haie nehmen die Vorbereitung mit dem gesamten Team ab dem 27. Juli auf. Das erste Eistraining soll am 3. August stattfinden.

Ob der nordamerikanische Transfermarkt sich durch Corona verändert, mag Krupp aktuell noch nicht einschätzen: „Man hört viel, aber die Dinge ändern sich täglich. Ich vermute mal, dass die meisten Spieler lieber noch ein Jahr AHL spielen werden, als nach Europa zu kommen.“