Bonner SC Konkurrenz in der Mittelrheinliga ist beeindruckt

Merten · Zwar blieb Frank Pleimes, der Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten SSV Merten, beim kleinen Bankett im Vereinsheim nach der 2:5-Niederlage im Auftaktspiel der Fußball-Mittelrheinliga gegen den Bonner SC der Bissen nicht im Halse stecken, nachdenklich wirkte der langjährige Coach des Aufsteigers allemal.

 Rustikaler Einsatz von BSC-Spieler Michael Schmitz im Derby: Leidtragender ist der Mertener Michael Maier.

Rustikaler Einsatz von BSC-Spieler Michael Schmitz im Derby: Leidtragender ist der Mertener Michael Maier.

Foto: Wolfgang Henry

"Die Effektivität des BSC war schon beeindruckend", sinnierte der SSV-Trainer. "Wir haben in den entscheidenden Momenten keinen Zugriff bekommen und kurz nach Wiederbeginn den Anschluss zum 2:3 verpasst."

Zweimal Burim Mehmeti, Nils Remagen, Ricardo Retterath und Vincenzo Bosa hatten am Rüttersweg für klare Verhältnisse gesorgt. Die Begeisterung über den Doppelpack von Angreifer Daniel Thonke hielt sich beim SSV Merten naturgemäß in Grenzen. Trotz des klaren Erfolgs übte sich BSC-Trainer Dalibor Karnay in Bescheidenheit. "Zufrieden bin ich natürlich mit der Ausbeute. Aber im Aufbau und streckenweise auch im Spiel gegen den Ball ist noch Luft nach oben."

Ein gelungenes Debüt in den Reihen des BSC zeigte unter anderem Heimkehrer Florian Mager, der, beim Regionalligisten Viktoria Köln aussortiert, noch kurz vor der Partie am Freitag seine Spielberechtigung erhielt. Die Konkurrenz jedenfalls zeigte sich beeindruckt. "Der BSC wird mit Sicherheit eine gute Rolle spielen", meinte Uwe Emons, der Vorsitzende des VfL Alfter.

Ungeachtet der Niederlage zog der SSV-Vorsitzende Theo Riegel eine positive Bilanz. "Organisatorisch hat von der Verkehrsführung bis zum Catering alles funktioniert. Vor allem den rund 80 Helfern aus den Reihen des SSV gebührt ein großes Dankeschön." Mehr als 1200 Zuschauer hatten in Merten für einen Rekordbesuch gesorgt.

Aus sportlicher Sicht macht sich Riegel trotz des 2:5 keine Sorgen. "Man muss nur auf den Spielbericht schauen. Während bei uns hinter den Spielern ein A für Amateur stand, findet man beim BSC achtmal das Kürzel VS für Vertragsspieler. Wir wollen die Klasse halten. Nicht mehr und nicht weniger."