Mittelrheinliga Endenich mit wichtigen Punkten im Abstiegskampf

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis · Der abstiegsbedrohte FV Endenich bezwingt Freialdenhoven 3:2, doch Siegburg verliert gegen Schlusslicht Teveren. Das Spiel des FC Hennef wurde abgesagt.

 Nicht gerade mit Ruhm bekleckern sich Noah Elija Tomson (r.) und der Siegburger SV gegen Teveren.

Nicht gerade mit Ruhm bekleckern sich Noah Elija Tomson (r.) und der Siegburger SV gegen Teveren.

Foto: Wolfgang Henry

Während sich Spitzenreiter Eintracht Hohkeppel mit einem 2:0-Erfolg bei Verfolger Frechen 20 am drittletzten Spieltag der Fußball-Mittelrheinliga den Meistertitel und das Aufstiegsrecht zur Regionalliga West sicherte, geht der Kampf um den Klassenerhalt unvermindert weiter. Zwar erledigte der FV Endenich seine Hausaufgaben mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei Borussia Freialdenhoven souverän, doch da Tabellenschlusslicht Germania Teveren beim Siegburger SV einen Überraschungssieg einfuhr, bleibt die Konstellation im Klassement unverändert: Der FVE hat vier Punkte Vorsprung auf Teveren, das den einzig verbliebenen Abstiegsrang belegt. Beide Teams sind noch zweimal im Einsatz. Die Begegnung des FC Hennef 05 beim ebenfalls noch abstiegsbedrohten FC Union Schafhausen wurde aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage abgesagt. Nachholspieltermin ist am Mittwoch, 15. Mai, um 19:15 Uhr.

Borussia Freialdenhoven - FV Endenich 1:3 (0:1): Am Ende versagte die Stimme: „Meine Jungs haben gekämpft wie die Löwen. Ich bin einfach stolz“, krächzte FVE-Trainer Hansi Langen ins Telefon. Der Aufsteiger warf in kämpferischer Hinsicht alles in die Waagschale. Zwar wogte die Partie hin und her, doch Langen sah seine ersatzgeschwächte Elf im ersten Durchgang mit den klareren Tormöglichkeiten: „Wir hätten durchaus höher führen können“. Es reichte „nur“ zu einer 1:0-Pausenführung, die Jakub Merlan-Jarecki in der 41. Minute herausschoss. Erneut nach einem Konter erhöhte Daniel Schaal eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff auf 2:0. Als den Hausherren in der 82. Minute durch Niklas Kopitz der Anschluss gelang, wurde es kurzfristig hektisch. Doch ein weiterer Tempogegenstoß, abgeschlossen von Yuito Nakamura, erlöste die Endenicher (85.). Nur bedingt trübte die Kunde vom Teveren-Sieg in Siegburg die Freude. „Das ist natürlich schade, aber wir schauen nur auf uns. Ich bin überzeugt, dass wir den fehlenden Punkt zum Klassenerhalt noch holen“, sagte der FVE-Interimscoach zuversichtlich.

FV Endenich: Zeddoug, S. Woo, Manchev, Özen (55. Nakamura), Fontem (71. de la Gruz), Viehweger, Oubelkhiri, Kaban, Schaal (85, Schröder), Ünal, Merlan-Jarecki.

Siegburger SV – Germania Teveren 2:3 (1:2): Die Kreisstädter lieferten eines der schwächsten Spiele unter Trainer Alexander Otto ab, dessen warnende Worte ungehört blieben. Dennoch hatte Siegburg die beiden ersten Chancen der Partie. Erst scheiterte Eliah Tomson (10.) am gegnerischen Torsteher Niklas Aretz, anschließend vergab Takie Sai einen an ihm selbst verursachten Strafstoß (17.). Danach nutzten die Gäste die unkonzentrierte und sorglose Defensivarbeit der Hausherren aus und gingen nach einem Eckstoß durch Dominik Baczewski in Führung (21.). Während Michael Ojesanmi den Ausgleich liegen ließ (25.), erhöhte Nico Czichi nach einem Konter auf 2:0. Nur zwei Minuten später konnte Eliah Tomson wenigstens verkürzen (26.). „Als sehr ausbaufähig“, bewertete SSV-Coach Alexander Otto die Vorstellung seiner Elf zur Pause. Und wechselte das Personal. Doch auch die Hereinnahme von Sam-Calvin Kisekka und Isak Adahchur brachte nicht den erhofften Effekt. Zwar spielte sich das Geschehen mehrheitlich in Teverens Hälfte ab, doch die Siegburger agierten im letzten Drittel gegen die vielbeinige Abwehr der Gäste meist zu umständlich. Gute Chancen durch Tomson (57.) und Adahchur (66.) blieben die Ausnahmen. So führte einer der wenigen Gästekonter durch Patrick Rubaszweski zum 1:3 (71.). Dem eingewechselten Kaito Asano gelang zumindest der erneute Anschlusstreffer (84.).

Siegburger SV: Fikisi, Sobiech, Giovanni Multari, Maloko, Jo, Ojesanmi (76. Asano), Tomson, Hammouda (46. Adahchur), Giulio Multari (74. Alicata), Sai (46. Kisekka), Balte (72. Kabambi).