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Interview mit dem ehemaligen Haie-Spieler Frederik Tiffels: „München ist eine absolute Top-Adresse“

Interview mit dem ehemaligen Haie-Spieler Frederik Tiffels : „München ist eine absolute Top-Adresse“

Eishockeyprofi Frederik Tiffels spricht über seinen Wechsel von den Kölner Haien zum EHC München, seinen Bruder Dominik und die Vorbereitung auf die Eishockey-WM.

Nach seiner besten Spielzeit verlässt Frederik Tiffels seine Heimat und die Kölner Haie in Richtung EHC München. Schlittschuhläuferisch gehört er schon länger zu den besten Angreifern der Deutschen Eishockey Liga. Unter Trainer Uwe Krupp entwickelte der Linksschütze zudem einen neuen Offensiv-Instinkt. Mit ihm sprach Alexander Wolf.

Herr Tiffels, nach dem frühen Saison-Aus mit den Haien ist Ihr Wechsel nach München vollzogen und Sie sind aktuell bei der WM-Vorbereitung mit der Nationalmannschaft. Wie fühlt man sich so zwischen den Stühlen?

Frederik Tiffels: Mir geht es gut, gesundheitlich ist alles tipptopp. Das ist ja sowieso das Wichtigste. Bei der Nationalmannschaft zu sein, ist immer eine Riesenfreude. Die Jungs, die hier sind, kenne ich mittlerweile über die Jahre und außerdem ist es spannend, auch die Jungs kennenzulernen, die neu dabei sind.

Das heißt Ihr Umzug von Köln nach München wirft noch keine Schatten voraus?

Tiffels: Nein, ich habe ja noch Zeit. Natürlich schaue ich ab und zu im Internet nach Wohnungen und bin auch im Austausch mit den Münchnern. Da gibt es ja Vereinswohnungen, die von anderen Spielern frei geworden sind, die ich mir eventuell in naher Zukunft anschauen kann. Generell bin ich aber ganz entspannt, weil ich weiß, dass das alles in Ordnung sein wird. Als Rheinländer bin ich sehr offen. Auch wenn ich weiß, dass es anders sein wird als in Köln, sehe ich keine Probleme, sondern möchte mich überraschen lassen.

Die Haie-Fans in Köln hätten sich nach einem turbulenten Jahr sicher über Ihre Vertragsverlängerung gefreut. Was waren die Gründe für den Wechsel?

Tiffels: Ich habe ja schon gesagt, dass mir die Entscheidung nicht leichtgefallen ist. Da kamen schon Gedanken auf, die Haie nicht im Stich zu lassen. Im Endeffekt war es aber keine Entscheidung gegen Köln, sondern für München. Ich habe schon immer gerne Herausforderungen angenommen und werde bald 26. Da ist es an der Zeit etwas Neues zu machen. München ist eine absolute Top-Adresse mit vielen guten Spielern. Da ist es mir auch bewusst, dass ich mich eventuell hintenanstellen muss. Ich freue mich aber auf den Konkurrenzkampf und als Team den größtmöglichen, sportlichen Erfolg zu haben.

Unter Uwe Krupp verpasste Köln die Playoffs zweimal. Sie persönlich haben sich unter diesem Trainer aber sehr gut entwickelt.

Tiffels: Ich kam mit Uwe wirklich gut zurecht. Wir hatten schon vor der Saison ein gutes Gespräch und haben im Training Kleinigkeiten umgestellt. Mit Thomas Brandl (Individualtrainer; Anm. d. Red.) habe ich zum Beispiel viel an meinem Abschluss gearbeitet. Insgesamt haben wir in diesem Jahr an den richtigen Schrauben gedreht. Es ging darum, Entscheidungen auf dem Eis zu treffen, die vielleicht nicht so gut aussehen, aber zu besseren Ergebnissen führen.

Auch für Ihren Bruder Dominik endete die Zeit beim KEC. Er spielt nun bei den Krefelder Pinguinen.

Tiffels: Für uns war das ein Traum, als Brüder zusammen in unserer Heimatstadt zu spielen. Natürlich tauscht man sich da aus und weiß das zu schätzen. Wir wussten aber auch, dass das nicht für immer so sein wird. Nach den Gesprächen mit Köln und München habe ich mich zurückgezogen und die Entscheidung für mich und für keinen anderen getroffen. Ich denke, dass die Entscheidungen für Dominik gut sein werden und für mich auch.