Langstrecken Serie Porsche gewinnt beide Rennen am Nürburgring

Nürburgring · Abt vermasselt ersten Lamborghini-Sieg in der NLS. Laurens Vanthoor und Kevin Estre triumphieren im Cockpit des Manthey-Porsche GT3 R.

  Das siegreiche Manthey-Duo Kevin Estre (l.) und Laurens Vanthoor.

Das siegreiche Manthey-Duo Kevin Estre (l.) und Laurens Vanthoor.

Foto: Oliver Ermert

Herzschlagfinale bei dem zweiten Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) am vergangenen Sonntag. Laurens Vanthoor, der sich mit Kevin Estre im Cockpit des Manthey-Porsche GT3 R abwechselte, überquerte mit 0,042 Sekunden Vorsprung vor Jordan Pepper die Ziellinie. Pepper wechselte sich mit Kelvin van der Linde am Lenkrad des Lamborghini Huracan GT3 EVO des Abt-Teams ab. Dritte wurden Joel Eriksson und Tim Heinemann auf einem Falken-Porsche GT3 R.

Den ersten Lauf am Samstag gewannen Joel Eriksson und Nico Menzel auf einem Falken-Porsche vor dem Manthey-Porsche sowie Frank Stippler und Markus Winkelhock auf einem Audi R8 LMS GT3 des Scherer PHX-Teams (ehemals Phoenix).

Mit Zentimeterabstand um die Nordschleife

Die Pole-Position für das Sonntagsrennen sicherte sich wie am Vortag der Spanier Daniel Juncadella auf einem Mercedes AMG GT3 des HRT-Teams. In der Anfangsphase hetzten der Polesetter, der Man­they- , die beiden Falken-Porsche und der Abt-Lamborghini im Zentimeterabstand um die Nordschleife. Aufgrund unterschiedlicher Boxenstrategien zog sich der Pulk auseinander. Nach den finalen Boxenstopps fand sich der Abt-Lamborghini mit großem Vorsprung in Führung, nicht zuletzt, weil die Konkurrenten in eine Code-60-Zone gerieten. „Wir können innerhalb von drei Runden keine 23 Sekunden aufholen,“ erklärte der pausierende Manthey-Pilot Kevin Estre. „Aber auf der Nordschleife passiert viel.“ Und tatsächlich musste der führende Jordan Pepper sein Tempo verlangsamen. In der Renndauer von vier Stunden absolvieren die Sieger im Regelfall 28 Runden. Nur die hierfür notwendige Spritmenge wird eingefüllt. Da es die Protagonisten am Sonntag äußerst eilig hatten, drohte Pepper die Ziellinie vor Ablauf der vier Stunden zu passieren und hätte eine weitere Runde drehen müssen. „Ich hätte aber keine weitere Runde fahren können“, meinte Pepper nach dem Rennen.

Schwerer Unfall überschattet das Samstagsrennen

Das Samstagsrennen wurde durch einen schweren Unfall von Robert Wickens überschattet. Der ehemalige DTM-Pilot, der seit einem Unfall querschnittsgelähmt ist, fuhr mit seinem Hyundai aus bisher ungeklärter Ursache in der Hohenrain-Schikane geradeaus, schlug frontal ein, flog über einen Zaun und landete auf einem Parkplatz. Der Kanadier wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Neuwied transportiert. Zum Glück wurden keine schweren Verletzungen festgestellt, er blieb jedoch über Nacht zur Beobachtung. Seine Stimmung soll trotz des Missgeschicks hervorragend gewesen sein. Laut einem Hyundai-Sprecher soll seine erste Frage gelautet haben: „Habt Ihr noch ein Auto?“

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