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Streit in der Fußball-Bezirksliga: Paulsen wirft Hennef mangelnde Seriosität vor

Streit in der Fußball-Bezirksliga : Paulsen wirft Hennef mangelnde Seriosität vor

Der Vorsitzende des FV Bad Honnef will Trainer Sascha Glatzel nicht zum abstiegsgefährdeten Mittelrheinligisten Hennef gehen lassen. Der HFV-Vorsitzende kritisiert das Verhalten der Hennefer.

Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, zehn Zähler Vorsprung, designierter Aufsteiger in die Landesliga: Eigentlich müssten beim FV Bad Honnef eitel Freude und Sonnenschein herrschen. Doch seitdem bekannt wurde, dass HFV-Coach Sascha Glatzel nach nur einem halben Jahr bei den Badestädtern mit einem Wechsel in der Winterpause zum abstiegsgefährdeten Mittelrheinligisten FC Hennef 05 liebäugelt, um dort die Nachfolge von Marco Bäumer zu übernehmen, ist von Euphorie bei den Grün-Weißen nicht viel zu spüren.

Ganz im Gegenteil: HFV-Vorsitzender Lothar Paulsen, derzeit noch im Urlaub in Dubai, hat sich zu Wort gemeldet und spricht Klartext – wie man das von ihm gewohnt ist. „Ich weiß, dass es von Seiten des FC Hennef Bestrebungen gibt, Sascha Glatzel zu holen. Dazu kann ich nur sagen, dass mit dem Rückzug von Anton Klein und Hajo Noppeney aus dem Hennefer Vorstand offenbar dort die letzte Seriosität verschwunden ist. Man hätte ja auch mal zum Telefonhörer greifen können“, ereifert er sich.

„Wir hatten und haben klare Absprachen mit unserem Trainer und wollten nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub die Planungen für die Rückrunde besprechen und die Zusammenarbeit auch längerfristig festzurren“, erklärt der Honnefer Club-Chef.

Paulsen geht von Glatzels Verbleib aus

Denn eins ist für ihn klar: „Den Aufstieg werden wir uns bei diesem großen Vorsprung nicht mehr nehmen lassen. Außerdem ist Glatzel einer der besten Trainer, die wir je beim HFV hatten, ein guter, akribischer Arbeiter, den auch die Mannschaft unbedingt halten will.“ Er gehe fest davon aus, dass Glatzel den Badestädtern erhalten bleibe.

Allerdings existiert offensichtlich kein schriftlicher Vertrag über die Zusammenarbeit. „Es hat ein Acht-Augen-Gespräch mit mir und meinen Vorstandskollegen sowie klare Vereinbarungen gegeben“, betont Paulsen. Er sei eben noch einer von der alten Schule. „Für mich zählt das noch.“ Ein Handschlagvertrag also sozusagen.

Sascha Glatzel hatte am Sonntagabend, um Gerüchten vorzubeugen, den Kontakt zum FC Hennef 05 bestätigt und hatte im Vorfeld auch den Vorsitzenden in Kenntnis gesetzt. „Ich habe mich aber noch nicht entschieden und wollte erst das Top-Spiel gegen den 1. FC Spich hinter mich bringen, ehe ich mich mit dem Angebot beschäftige“, hatte er kundgetan. Auf jeden Fall wolle er noch vor den Weihnachtstagen Klarheit schaffen.