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Rheinlandliga: Rückschlag für Oberwinter

Rheinlandliga : Rückschlag für Oberwinter

TuS kassiert in der Nachspielzeit in Überzahl das Tor zur 2:3-Niederlage. Oberwinter muss in der Fußball-Rheinlandliga einen Rückschlag verkraften.

Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen kassierte der Aufsteiger gestern auf eigenem Platz eine 2:3 (2:1)-Niederlage gegen die SG Mülheim-Kärlich.

Beide Mannschaften legten los wie die Feuerwehr, agierten mit Selbstvertrauen, Spielwitz und Schnelligkeit. Gleich in der ersten Minute vergab Jonas Jaber eine hundertprozentige Möglichkeit, als er im Abschluss zu hastig agierte. Die Gäste hielten gut dagegen und schafften in der 6. Minute durch Daniel Molitor die 1:0-Führung.

Zeit zum Durchschnaufen blieb den Zuschauern kaum, denn die Partie ließ nicht an Fahrt nach. Philipp Ruthsch verwertete in der 9. Minute eine mustergültige Flanke von Kevin Kostrewa per Kopf zum 1:1-Ausgleich. Oberwinter blieb nun am Drücker und drehte das Spiel innerhalb weniger Minuten durch das Tor zum 2:1, das Thorsten Alt per Kopf erneut nach einer Kostrewa-Flanke (12.) gelang.

Nach dem Führungstreffer gönnte sich der TuS eine Pause, presste nicht mehr so energisch und gab die Hoheit im Mittelfeld ab. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste besser und schafften nach dem Wechsel den 2:2-Ausgleich durch Armin Jusufi (54.).

Einige Zeit schien es danach fast so, als ob beide Teams nichts mehr riskieren wollten und lieber den einen Zähler mitnehmen wollten, als am Ende mit leeren Händen dazustehen. Erst in der letzten Viertelstunde drehte Oberwinter erneut auf und drängte auf den Siegtreffer, allerdings wollte das Tor einfach nicht mehr fallen.

Als die Gäste in der 88. Minute durch eine Ampelkarte dezimiert waren, war die Spannung bei Oberwinter raus. Es schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. In der Nachspielzeit konnte TuS-Schlussmann Benny Kauert nach einem Fehler seiner Vorderleute zunächst noch klären. Nach Kauerts Parade landete der Ball vor den Füßen von Mülheims Routinier Sebastian Mintgen, der den Ball zum 3:2-Siegtreffer nur noch einschieben musste.

Konsterniert und sauer waren die TuS-Akteure nach der Niederlage. Auch Oberwinters Co-Trainer Hans Gräfe bildete da keine Ausnahme: "Wir müssen uns an die eigene Nase packen, wir hätten die Führung nicht aus der Hand geben dürfen. Nach dem Platzverweis von Mülheim fühlten wir uns zu sicher und haben zu früh abgeschaltet."

TuS Oberwinter: Kauert, Alt, Schweigert, Groß, Enke, Szlinkiert (83. Antwerpen), Brötz, Kostrewa, Jaber (70. Thünker), Ruthsch, Cardoso. big