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Sieg und Niederlage für die Volleyball-Zweitligisten

TuS Mondorf nach Sieg in Baden punktgleich mit dem Drittplatzierten : Auf dem Weg zur Top-Mannschaft

Die Zweitliga-Volleyballer des TuS Mondorf sind durch einen 3:1-Erfolg beim TV Baden in der Tabelle weiter nach vorn gerückt. Dagegen zogen die Damen der SSF Fortuna Bonn trotz einer starken Vorstellung in Stralsund mit 0:3 den Kürzeren.

Mit einer nahezu perfekten Leistung haben die Zweitliga-Volleyballer des TuS Mondorf beim TV Baden einen ungefährdeten 3:1 (25:12, 23:25, 25:13, 25:11)-Erfolg eingefahren. Damit sind die Mondorfer punktgleich mit dem Tabellendritten und auf dem besten Wege, sich zu einem Top-Team der Liga zu entwickeln.

Den Tabellenzehnten aus Baden drücken derzeit erhebliche Personalsorgen. Der Top-Außen Ole Sagajewski muss seit Wochen verletzt passen. Und mit Jan-Henrik Radeke konnte am Samstagabend auch der Stamm-Libero nicht auflaufen, sodass mit Simon Bischoff ein Außenangreifer diese Position übernehmen musste. Aber das soll die starke Leistung des TuS keinesfalls schmälern. Im Gegenteil: Von Beginn an baute das Team von Trainer Tasos Vlasakidis enormen Druck auf. Insbesondere Nils Becker schmetterte den Gastgebern die Bälle nur so um die Ohren. Ergebnis war eine schnelle 6:1-Führung, die über 10:2 und 16:6 bis zum souveränen Satzgewinn kontinuierlich ausgebaut wurde.

Im zweiten Durchgang hatte sich der TV auf die TuS-Angreifer eingestellt, war in der Abwehr stärker, der Block stand stabiler. So führten die Niedersachsen mit 8:6. Mondorf blieb jedoch dran und lag zur Satzmitte erstmals vorn (17:16). Die Gastgeber konterten jedoch, holten sich die Führung zurück (19:18) und entschieden den Satz noch für sich.

Im dritten und vierten Abschnitt fanden die Rheinländer allerdings zu ihrem druckvollen Spiel zurück und ließen dem Gegner keine Chance mehr. Im dritten Satz ließ der TuS den Hausherren gerade mal 13, im vierten gar nur elf Zähler. Nils Becker und Nico Wegner punkteten wie gewohnt, Jan Danielowski war am Netz kaum zu überwinden, und Lukas Kopfer lieferte eine in allen Bereichen starke Leistung ab.

„Die letzten beiden Sätze waren wie aus einem Guss. Schon im dritten Durchgang haben die Badener gemerkt, dass an diesem Tag nichts mehr drin sein würde, und die Köpfe hängen lassen“, lobte Mondorfs Teammanager Klaus Utke.

Eine fast schon kuriose 0:3 (27:29, 23:25, 21:25)-Niederlage mussten dagegen die Zweitliga-Damen der SSF Fortuna Bonn bei den Stralsunder Wildcats hinnehmen. Spielerisch waren die Rheinländerinnen dem „Corona“-Meister der vorigen Saison über weite Strecken mindestens ebenbürtig. Am Ende aber waren es die druckvollen Aufschläge des Gegners, die das Spiel entschieden.

Dass die Wildcats eine einmonatige Spielpause hinter sich hatten, merkte man ihnen nicht an. Gegen gute Bonnerinnen führten sie mit 8:6, ehe sich die SSF Fortuna mit Meret Faller am Aufschlag zurückkämpften und erst auf 11:8 und schließlich auf 16:11 davonzogen. Zwar glichen die Gastgeberinnen wieder aus (18:18), aber Bonn erarbeitete sich drei Satzbälle (24:21). Doch zum Satzgewinn reichte es nicht. Am Ende war es die Stralsunder Kapitänin Anne Krohn, die im zweiten Versuch zum 1:0 verwandelte.

Im zweiten Durchgang führten die Mecklenburgerinnen bereits mit 7:3. Aber wieder wendete Bonn das Blatt und machte mit der Aufschlägerin Meret Faller aus einem 8:9-Rückstand eine 13:9-Führung. Als die Gäste mit 22:12 vorn lagen, schien der Satzausgleich ausgemachte Sache zu sein. Dann kam jedoch Anne Krohn, die mit spekakulären Sprungaufschlägen dafür sorgte, dass neun Punkte in Folge gelangen und damit auch der Satzverlauf komplett auf den Kopf gestellt wurde.

Aber auch dies steckten die Bonnerinnen gut weg und starteten mit einer Führung in Abschnitt drei (5:3). Dann aber stand für die Stralsunderinnen Laura Kurtze am Aufschlag. Diesmal war es die Außenangreiferin, die neun Punkte in Folge einleitete. Um den Fluss der befreit aufspielenden Gastgeberinnen zu stoppen, wechselte Bonns Trainer Sven Anton munter durch. Tatsächlich kämpften sich die Bonnerinnen noch einmal bis auf drei Zähler heran (18:21), den Satz aber ließen sich die Wildcats nicht mehr nehmen.

„Natürlich ärgern wir uns, weil mehr drin gewesen wäre. Aber wir sind gegen ein Team mit überragenden Spielerinnen mutig aufgetreten und haben nie aufgesteckt“, sagte Bonns Sportlicher Leiter Albert Klein.