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Motorsport in der Eifel: So läuft das 24-Stunden-Rennen 2021 auf dem Nürburgring ab

Motorsport in der Eifel : So läuft das 24-Stunden-Rennen 2021 auf dem Nürburgring ab

Beim traditionellen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sind in diesem Jahr 11.600 Zuschauer zugelassen. Allerdings haben sich durch die Pandemie weniger Fahrzeuge angemeldet.

Von Donnerstag bis Sonntag findet die 49. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring statt. War das Publikum im vergangenen Jahr coronabedingt noch komplett ausgesperrt, dürfen in diesem Jahr immerhin 11.600 Zuschauer auf den Tribünen an der Grand-Prix-Strecke Platz nehmen. Die Nordschleife bleibt für die Besucher und Camper allerdings tabu. Lediglich an der Müllenbach-Schleife darf campiert werden.

Auch im Starterfeld hat die Pandemie arge Bremsspuren hinterlassen. Gab es in den Hochzeiten des Klassikers 230 Nennungen und Wartelisten für diejenigen, die nicht zum Zuge gekommen waren, sind für die diesjährige Veranstaltung lediglich 125 Fahrzeuge gemeldet, darunter aber mehr als 30 GT3-Rennwagen. Die Bedingungen für die Teilnehmer werden vermutlich unangenehm sein. Nach den jetzigen Prognosen ist mit wechselnden Wetterbedingungen zu rechnen, sodass es zu einer Reifenlotterie kommen könnte.

Favoriten lassen sich unter diesen Voraussetzungen im Vorfeld nicht bestimmen. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen bei den Vorbereitungsveranstaltungen die Porsche-Teams Manthey und Frikadelli. Die Manthey-Truppe feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Firmenjubiläum und ist das erfolgreichste Team auf der Nordschleife. Bereits sechsmal gewann die Mannschaft aus dem nahe gelegenen Meuspath den Klassiker. Firmengründer Olaf Manthey blickt nicht nur auf eine glanzvolle Kariere als Teamchef zurück. Der gebürtige Bonner gehörte auch jahrelang zu den besten Rennfahrern Deutschlands. 1984 und 1985 wurde er DTM-Vizemeister, 1990 gewann er den Porsche-Carrera-Cup. Ausgerechnet ihm blieb ein Sieg als Fahrer bei dem Langstreckenklassiker versagt. 2013 fusionierte das Team mit der Raeder Automotive GmbH, kurz darauf erwarb die Porsche AG die Mehrheit an ihrem erfolgreichsten Kundenteam. Beim 24-Stunden-Rennen setzt die Mannschaft „Grello“ ein, ihren gelb-grün lackierten Porsche GT 3 mit der Startnummer 911. Pilotiert wird das Fahrzeug von den Nordschleifen-Kennern Matteo Cairoli, Michael Christensen, Kevin Estré und Lars Kern.

Zu den ärgsten Konkurrenten dürften die Markenkollegen des Frikadelli-Teams gehören. Deren beiden Porsche werden von Mathieu Jaminet, Nick Tandy, Earl Bamber, Matt Campell und Patrick Pilet, Frederic Makowiecki, Maxime Martin und Dennis Olsen gefahren.

„Seit unserer Gründung 2005 träumen wir von einem Sieg beim 24-Stunden-Rennen. Diesen Traum möchten wir uns und vor allem Sabine erfüllen, die uns von oben unterstützen wird“, erklärte Teamchef Klaus Abbelen und erinnerte an seine kürzlich verstorbene Lebensgefährtin Sabine Schmitz, die als einzige Frau den Klassiker zweimal gewann. Um den Gesamtsieg dürften auch die noch jungen Teams von Getspeed und Octane 126 ein Wörtchen mitreden. Die Getspeed-Truppe um den Alfterer Teamchef Adam Osieka setzt drei Mercedes AMG GT 3 ein. Im Vorjahr lag die Truppe in Führung, bevor das Fahrzeug auf regennasser Fahrbahn von der Strecke rutschte. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Mercedes mit der Startnummer 7, in dem unter anderem Fabian Schiller ins Lenkrad greift. Der Troisdorfer gehört zu den schnellsten Fahrern auf der Nordschleife. Zu den Nordschleifen-Experten gehört auch der Bornheimer Luca Ludwig, der den Octane-126-Ferrari pilotiert. Seine Chancen dürften stark von den Wetterbedingungen abhängen. Der Ferrari ist eines der wenigen Fahrzeuge, das Goodyear-Reifen vertraut, die im vergangenen Jahr im Regen nicht funktionierten. „Ich hoffe auf Trockenheit“, sagt Ludwig.

Das Rennen startet am Samstag um 15.30 Uhr. RTL Nitro sendet ab 14.45 Uhr. Das Top-Qualifying wird am Freitag ab 18.15 Uhr übertragen.