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2. Volleyball-Bundesliga: SSF Fortuna und Mondorf verkaufen sich teuer

2. Volleyball-Bundesliga : SSF Fortuna und Mondorf verkaufen sich teuer

Volleyball-Zweitbundesligisten müssen gegen Top-Teams Niederlagen hinnehmen. Mondorf holt immerhin einen Punkt.

Die Zweitliga-Volleyballerinnen der SSF Fortuna Bonn mussten sich den Stralsunder Wildcats in der Hardtberghalle erwartungsgemäß mit 0:3 (17:25, 16:25, 23:25) beugen.

 Gegen eines der Top-Teams der Liga kamen die Bonnerinnen allerdings gut ins Spiel und lagen mit 5:2 in Front. Doch die Wildcats schlugen zurück, machten fünf Punkte in Serie und führten schließlich selbst mit 7:5. In der Folge bauten die Gäste ihren Vorsprung sukzessive auf sieben Punkte aus (20:13) und brachten den Satz sicher nach Hause. „Nach einigen gelungenen Aktionen des Gegners haben wir sichtlich an Selbstvertrauen verloren“, konstatiert der Sportliche Leiter der SSF Fortuna, Albert Klein.

Das war auch im zweiten Abschnitt zu beobachten. Denn zunächst hielten die Gastgeberinnen wieder gut mit. Nach der 3:2-Führung nahm der zweite Satz allerdings einen ähnlichen Verlauf wie der erste. Wieder gelang es den Hansestädterinnen mit einer Serie, die Wende einzuleiten. Und wieder zogen sie Punkt für Punkt davon, bis sie mit acht Zählern Vorsprung (13:5) klar auf die Siegerstraße eingebogen waren.

Immer wieder hatte Bonns Trainer Sven Anton die Pausen genutzt, um seinen Spielerinnen wichtige Hinweise zu geben und Mut zu machen. Mit Erfolg: Denn trotz der bis dahin deutlichen Überlegenheit des Gegners und eines 0:2-Rückstands hatten die Gastgeberinnen ihren Kampfgeist keinesfalls verloren. Und so präsentierten sie sich im dritten Abschnitt als Gegner auf Augenhöhe und hatten bis zum Schluss den Satzgewinn vor Augen. Zunächst egalisierten die Bonnerinnen ein 3:6, holten sich immer wieder die Führung zurück und lagen bis zum 23:22 vorn. Auffälligste Akteurinnen waren Clara Kick, die ein ums andere Mal mit stabilen Blockaktionen punkete, und Außenangreiferin Sara Höckendorf. Im entscheidenden Moment gelang den Wildcats allerdings eine Drei-Punkte-Serie.

SSF Fortuna Bonn: Adams, Lück, Brück, Höckendorf, Liesner, Derendorf, Maasewerd, Czyz, Hensel, Reinhardt, Kick, Molitor, Lamby, Faller.

TuS präsentiert sich als Gegner auf Augenhöhe

Um Haaresbreite haben die Zweitliga-Volleyballer des TuS Mondorf die nächste Überraschung verpasst. Fünf Sätze lang präsentierten sich die Rheinländer beim Tabellenzweiten SV Lindow-Gransee als Gegner auf Augenhöhe, ehe sie sich am Ende doch noch mit 2:3 (25:21, 20:25, 16:25, 25:21, 11:15) geschlagen geben mussten.

Trotz der 600 Kilometer langen Anreise waren die Mondorfer von Beginn an hellwach und erarbeiteten sich recht früh ein Fünf-Punkte-Polster (10:5). Selbst als die Gastgeber mit einer Serie ausglichen (11:11), blieb der TuS stabil und hatte bald den Fünf-Punkte-Abstand wiederhergestellt (20:15). Dieser hielt diesmal bis zum Schluss, sodass es sich die Gäste leisten konnten, erst den dritten Satzball zum verdienten 1:0 zu verwandeln. „Das war schon ein nahezu perfekter Satz“, lobte TuS- Teammanager Klaus Utke.

Auch den zweiten Durchgang begannen die Gäste stark und lagen mit 7:4 vorn. Dann aber kam aufseiten des SV Lindow-Gransee mit Piotr Adamowicz einer der Top-Angreifer der Liga. Mit starken Sprungaufschlägen war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Gastgeber mit sieben Punkten in Folge die Wende einleiteten (11:7). Zwar schaffte Mondorf noch einmal den Anschluss (13:14), doch die Brandenburger holten sich den Satzausgleich.

Im dritten Abschnitt hatte das Team von Trainer Tasos Vlasakidis zunächst wiederum die Nase vorn (8:5). Erneut glich der Tabellenzweite postwendend aus und gab sich in der Folge keine Blöße mehr. Neben Adamowicz war es Zuspieler Marcin Kapusniak, der mit einer Aufschlagserie dafür sorgte, dass sich Lindow-Gransee beim 18:11 recht früh einen entscheidenden Vorteil erspielte. Mit 25:16 ging der Satz deutlich an die Grün-Weißen.

Dass Mondorf im Vergleich zur vorigen Saison enorm an Stabilität gewonnen hat, bewies das Team im vierten Durchgang. Mit der Hereinnahme von Jakob Wächter und Alexander Sellmayer hatte Trainer Vlasakidis die Grundformation geändert und später mit Tim Kreuzer einen frischen Zuspieler sowie mit Fabian Kaiser einen zweiten Libero gebracht.

Alle knüpften nahtlos an die Leistung ihrer Kollegen an. Und so führten die Gäste wie im zweiten Satz mit 7:4 und ließen sich vom Ausgleich (11:11) nicht aus dem Konzept bringen. Sie erarbeiteten sich ein Drei-Punkte-Polster (20:17), das sie nicht mehr hergaben.

Auch im Tiebreak startete der TuS mit einer Führung. Bis zum 9:9 hielten die Mondorfer Satz fünf offen, bevor Kapusniak erneut drei Punkte zum 12:9 für die Gastgeber beisteuerte. Das reichte Lindow-Gransee, um den TuS nicht noch einmal herankommen zu lassen und das Match für sich zu entscheiden.

TuS Mondorf: Wegner, Pohlmann, Köppke, Kaiser, Sellmayer, Becker, Kreuzer, Reuss, Danielowski, Wächter, Kopfer, Funk, Voß.