Der TKSV will in die Play-offs Start in die Ringer-Bundesliga ist von neuen Regeln geprägt

BONN · "Neue Mannschaften, neue Regeln, neues Glück" - am Samstag startet die Ringer-Bundesliga in die neue Saison 2013/2014. Die Duisdorfer beginnt die Saison mit acht Neuzugängen

 Unter die besten vier Teams wollen Mariusz Los (unten) und der TKSV in der Gruppe Nord.

Unter die besten vier Teams wollen Mariusz Los (unten) und der TKSV in der Gruppe Nord.

Der TKSV Duisdorf, der Anfang des Jahres entschied, weiterhin in der ersten Bundesliga Nord mitzumischen und schon seit Mai trainiert, reist am Samstagabend zum AC Lichtenfels (19.30 Uhr). Am darauffolgenden Samstag, 7. September, steht dann ab 19.20 Uhr in Bonn-Duisdorf (Halle an der Schmittstraße) der erste Heimkampf des TKSV gegen den starken KSC Köllerbach an.

Es geht von Beginn an um die Wurst, da die zweigleisige erste Bundesliga ihren Wettkampfmodus verändert hat. Im Gegensatz zum vergangen Jahr gibt es diesmal keine Zwischenrunde mehr. Möchte Duisdorf in die heiß begehrte Endrunde einziehen, müssen die Bonner in der mit neun Teams besetzten Nord-Gruppe unter die ersten vier Mannschaften kommen.

"Der neue Modus ist okay. Wir haben insgesamt eine gute Mannschaft geformt, die das Zeug dazu hat, in die Play-offs einzuziehen. Das ist auch unser Ziel. Ich bin aber ehrlich: Damit das klappt, muss bei uns vieles passen", erklärt Heiko Luther, sportlicher Leiter des TKSV Duisdorf.

Acht neue Ringer stehen für Duisdorf unter Vertrag, somit ist die Hälfte des 16 Kämpfer starken Kaders der Trainer Rolf Monschau und Roman Mysliwitz neu an Bord. Sie teilen sich die Kämpfe in den sieben Gewichtsklassen der Disziplinen Freistil und Griechisch-Römisch (Greco). Zehn Duelle finden an einem Kampfabend statt, da die oberen und unteren Gewichtsklassen nicht doppelt ausgetragen werden, sondern die Stilarten in der Hin- und Rückrunde einer Saison wechseln.

Für alle Ringer gibt es neue grundlegende Regeln, die der Ringerweltverband Fila (Fédération Internationale des Luttes Associées) aus dem Hut gezaubert hat. Aufgrund des drohenden Ausschusses der Sportart Ringen von den Olympischen Spielen ist Bewegung in die Verbände gekommen. Was die neuen Regeln letztendlich taugen, müssen die Wettkampfabende zeigen.

Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Kampfzeit und die Abkehr vom bisherigen Runden-Wertungssystem. In beiden Stilarten stehen jetzt nur noch zwei Runden à drei Minuten an und nicht mehr im Teamkampf drei Gewinnrunden à zwei Minuten. Ein Kampf über maximal fünf Runden ist somit Geschichte. Die Punkte aus beiden Runden werden nun addiert. Somit zählt nicht mehr jede Runde für sich. Außerdem wird passives, sich dem Kampf entziehendes Ringen schneller und härter sanktioniert. Heiko Luther: "Die Athleten gewöhnen sich relativ schnell an solche Dinge. Die Kampfrichter, Trainer und sportlichen Leiter müssen lernen, diese neue Mattensituation richtig zu bewerten und zu reagieren."

Konditionsschwachen Ringern dürften die neuen Regeln in die Karten spielen. Dazu zählt sicherlich nicht Duisdorfs Neuzugang Lukas Höglmeier, der in Duisdorf zum neuen Publikumsliebling avancieren könnte. Der 23-Jährige vom SV Weingarten kämpft für Duisdorf im Greco (bis 60 Kilogramm) und wurde zuletzt von Bundestrainer Michael Carl für die Weltmeisterschaften (16. Bis 22. September) in Budapest nominiert - dort aber für die Klasse 55 Kilogramm. Der Deutsche Ringerbund will Höglmeier allerdings für den Wettkampf in Lichtenfels aus Angst vor Verletzungen nicht starten lassen. Solche Probleme haben weitere Vereine zum Saisonstart. Luther: "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Wir können sicherlich mit einem erfolgsversprechenden Kader in die neue Saison starten."

Der Kader: (Namen der Neuzugänge fettgedruckt) 55 kg FR/GR: Vasileios Tersenidis; 60 kg FR: Georgi Vangelov, 60 kg GR: Lukas Höglmeier, Mariusz Los; 66 kg FR: Patrick Dominik, Stefan Daniliuc; 66 kg GR: Sylvester Charzewski; 74 kg FR: Sascha Büchner; 74 kg GR: Kai Stein, Iba Mavua Kazai; 84 kg FR: David Harth, Timofei Xenidis; 84 kg GR: Edgar Babayan; 96 kg FR: Radoslaw Baran; 96 kg GR: Radoslaw Gryzibiki; 120 FR: Nicolay Bayryakov; 120 kg GR: Ivan Ivanov.

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