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2. Volleyball-Liga: TuS Mondorf bleibt der Angstgegner des Moerser SC

2. Volleyball-Liga : TuS Mondorf bleibt der Angstgegner des Moerser SC

Dem TuS Mondorf ist in der 2. Volleyball-Bundesliga der nächste Erfolg gegen das Spitzenteam Moerser SC geglückt. Derweil unterlagen die Damen der SSF Fortuna Bonn VCO Berlin.

Der Moerser SC kann gegen den TuS Mondorf nicht gewinnen. Nach einer sowohl kämpferisch als auch spielerisch überragenden Leistung hat der TuS den Tabellenzweiten der 2. Volleyball-Bundesliga zum dritten Mal in Folge mit 3:2 (25:20, 19:25, 22:25, 25:20, 20:18) niedergerungen und damit den Traum der Moerser vom Aufstieg in die 1. Bundesliga wohl endgültig zum Platzen gebracht.

Es war von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams waren vor allem in der Annahme stark, sodass die Partie gleich Fahrt aufnahm. Der TuS lag vom ersten Ball an vorne (3:1) und behauptete bis zur Satzmitte eine Zwei-Punkte-Führung (14:12). Nachdem dem Gastgeber der Ausgleich gelungen war, zog Mondorf dank eines hart schlagenden Nils Becker auf 22:18 davon und holte sich den ersten Satz. Im zweiten Durchgang drehte der SC den Spieß um. Moers startete mit 4:1 in den Satz, baute die Führung auf sieben Punkte aus (18:11) und brachte den Durchgang souverän nach Hause.

Im dritten Abschnitt lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach dem 12:12 erarbeiteten sich die ganz in Schwarz aufgelaufenen Niederrheiner den entscheidenden Vorteil (21:17), um mit 2:1 in Führung zu gehen. Auf die bundesligareife Abwehrleistung der Moerser reagierte der TuS im vierten Satz mit Clevernes. Nach zwei kurz hinters Netz getippten Bällen von Max Funk führte Mondorf 5:2. Auch auf die schnell vorgetragenen Angriffe über die Außen hatten sich die Gäste nun eingestellt und zogen auf 11:7 davon. Zwar kamen die Gastgeber noch einmal auf 14:15 heran, am Ende aber waren es wieder fünf Zähler Vorsprung, ehe Lukas Kopfer mit einem Lupfer über den Block den Satzausgleich klar machte.

Sechsten Matchball verwandelt

Im Tiebreak wehrte sich Moers mit einer herausragenden Abwehrleistung gegen die drohende Niederlage. Und obwohl der SC auch die wichtigen Ralleys für sich entschied, behielten die Mondorfer kühlen Kopf und vergaben bei 14:13 den ersten Matchball. Beim sechsten Versuch war es ausgerechnet ein Annahmefehler des mit der silbernen MVP-Medaille ausgezeichneten Chris Carter, der nach gut zwei Stunden einen Aufschlag von Nico Wegner nicht kontrollieren konnte und den TuS das Mondorf-Lied anstimmen ließ. „Nach dem 1:2-Rückstand haben wir nochmal alles in die Waagschale geworfen und im Tiebreak kühlen Kopf bewahrt – das waren wohl die spielentscheidenden Punkte“, sagte Teammanager Klaus Utke nach dem Spiel.

Nach einer ordentlichen Partie haben sich die Zweitliga-Volleyballerinnen der SSF Fortuna Bonn dem VCO Berlin im letzten Heimspiel der Saison mit 1:3 (21:25, 13:25, 25:15, 18:25) geschlagen geben müssen. Damit haben es die Bonnerinnen verpasst, im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Punkte auf den direkten Konkurrenten ETV Hamburg gutzumachen.

Wie so häufig waren die SSF-Fortuna-Damen vom ersten Ballwechsel an hellwach. Bonn führte 6:4 und 12:11, dann aber gewannen die Gäste mit guter Blockarbeit und konsequenten Angriffen die Oberhand, zogen auf 22:17 davon und beendeten mit einem Ass den ersten Satz. Im zweiten Durchgang wackelte auf Bonner Seite die Annahme. Das nutzten die Olympia-Damen zur schnellen 7:1-Führung.

Berlin entscheidet mit Ballsicherheit das Match

Beim Stande von 2:10 brachte Bonns Trainer Sven Anton Hannah Lamby und Carlotta Hensel für Luisa Reinhardt und Lena Maasewerd. Die Gastgeberinnen kämpften um den Anschluss, allen voran Lisa Derendorf und Jil Molitor, die mit konsequenter Arbeit am Netz vorangingen. Dennoch bauten die Hauptstädterinnen ihren Vorsprung auf 15:5 aus. Am Ende sicherten sie sich auch diesen Abschnitt in souveräner Manier mit 25:13. Wie schon gegen Borken zeigten die Rheinländerinnen im dritten Satz was möglich ist, wenn ein Rädchen ins andere greift. Mit Lamby am Aufschlag hieß es schnell 5:0. Dann ließ Sarah Höckendorf eine zweite Aufschlagsserie folgen (10:1). Jetzt lief es wie am Schnürchen: Maasewerd packte den Hammer aus (23:12) und Meret Faller verwandelte mit einem Einbeiner über Kopf den zweiten Satzball.

Im vierten Durchgang lieferten sich die beiden Teams lange ein Duell auf Augenhöhe (16:17). Dann aber schlichen sich auf Bonner Seite Fehler ein, sodass die VCO-Damen mit bemerkenswerter Ballsicherheit das Match zu Ende spielten. „Ab Mitte des ersten Satzes ist Berlin ins Rollen gekommen. In dieser Phase haben wir das Spiel verloren“, sagte der Sportliche Leiter Albert Klein.