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Volleyball-Zweitligisten kämpfen um Meisterschaftspunkte

TuS Mondorf strebt den dritten Sieg in Folge an : Die SSF Fortuna haben nichts zu verlieren

Krasser Außenseiter sind die Zweitliga-Volleyballerinnen der SSF Fortuna Bonn im Gastspiel beim Tabellenführer Bayer Leverkusen. Dagegen wollen die Herren des TuS Mondorf gegen den SV Warnemünde den dritten Sieg in Serie einfahren.

Auf die Zweitliga-Volleyballerinnen der SSF Fortuna Bonn wartet am Samstag (20 Uhr) eine wohl unlösbare Aufgabe. Denn das Team tritt beim unangefochtenen Tabellenführer Bayer Leverkusen an.

Die Rollen sind also klar verteilt. Bonn ist Aufsteiger und immer noch dabei, sich an die zweithöchste Spielklasse zu gewöhnen. Wie die jüngsten Siege gegen Allbau Essen und SCU Emlichheim gezeigt haben, tut die Mannschaft das bisher sehr erfolgreich.  Auf der anderen Seite steht diesmal jedoch ein Gegner, der auf eine langjährige Bundesliga-Vergangenheit zurückblicken kann und seit dem Abstieg vor acht Jahren nie schlechter als auf Platz vier eingelaufen ist. Auch in dieser Saison sind die Leverkusenerinnen in der 2. Bundesliga Nord das Maß aller Dinge. Zwar musste das Werksteam am vorigen Sonntag beim VCO Berlin die erste Saisonniederlage hinnehmen, aber im Nachholspiel am Mittwoch spielten die Bayer-Frauen den Tabellenvierten Allbau Essen schon wieder in gewohnter Weise mit 3:0 an die Wand.

Die gleiche Erfahrung machten die Bonnerinnen im Hinspiel, als Bayer ihnen beim 3:0 in der Hardtberghalle eine Lehrstunde erteilte. Dennoch werden die SSF-Fortuna-Damen die Aufgabe hochmotiviert angehen. „Wir haben nichts zu verlieren. Solche Spiele können uns am Ende nur weiterbringen“, sagt der Sportliche Leiter Albert Klein.

Übrigens kommt es am Samstag zu einem Familienduell: Während Bernd Werscheck als einer der Trainer auf der Bonner Bank sitzt, gehört Tochter Charlotta zu den Leverkusener Leistungsträgerinnen. Neben Janina Mantel muss Bonns Chefcoach Sven Anton auch auf Außenangreiferin Meike Liesner verzichten, die sich im Training eine Knieverletzung zuzog. Das Spiel wird im Internet auf sporttotal.tv live übertragen.

Derweil wollen die Zweitliga-Herren des TuS Mondorf am Sonntag (16 Uhr) in der Bonner Hardtberghalle gegen den SV Warnemünde den dritten Sieg in Folge einfahren. Es wäre der erste Erfolg gegen die Piraten von der Ostsee, denn in der vergangenen Saison unterlagen die Rheinländer dem Stadtteilclub aus Rostock zweimal recht deutlich.

Seinerzeit war es vor allem der polnische Außenangreifer Adrian Kopij, der dem TuS mit spektakulären Aufschlägen das Leben schwer machte. Mit Sebastian Krause verpflichteten die Rot-Schwarzen vor Saisonbeginn zudem einen weiteren Top-Außen. Darüber hinaus haben sie mit Ole Ernst einen der besten Steller der Liga in ihren Reihen.

Nach der fünfwöchigen Corona-Pause im November und Dezember vergangenen Jahres ist der Tabellenneunte allerdings bislang noch nicht wieder in Tritt gekommen. Gegen Bitterfeld-Wolfen, Schüttorf und Bocholt kassierte das Team zuletzt gar drei Niederlagen in Folge. „Warnemünde hat aber drei Spiele weniger als wir bestritten. Wir sollten also nicht den Fehler machen, die Mannschaft aufgrund ihres Tabellenplatzes zu unterschätzen“, warnt Mondorfs Teammanager Klaus Utke. Er sagt aber auch: „Wir sind gut drauf; die Tatsache, dass wir gegen den SV noch nie gewonnen haben, sollte Ansporn genug sein.“

Während Zuspieler Tim Kreuzer und Außenangreifer Fabian Kaiser verletzungsbedingt weiterhin ausfallen, sind die beiden Mittelblocker Miguel Reuss und Alexander Sellmayer wieder an Bord.