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Handball-Regionalliga: Zwei Bewährungsproben zum Jahresabschluss

Handball-Regionalliga : Zwei Bewährungsproben zum Jahresabschluss

Die Handballer des TSV Bonn rrh. reisen am Sonntag zum Tabellenzweiten Bergische Panther. Die HSG Rheinbach tritt beim Spitzenreiter Essen erneut personell geschwächt an.

Am elften Spieltag, dem letzten vor der einmonatigen Weihnachtspause, stehen die Bonner Handballer in der Nordrheinliga noch einmal vor schweren Auswärtsaufgaben. Im Spitzenspiel der Liga gastiert der TSV Bonn rrh. am Sonntag als Tabellendritter bei der punktgleichen HSG Bergische Panther, die aufgrund des besseren Torverhältnisses den zweiten Rang belegt. Mindestens ebenso schwer ist die Aufgabe der HSG Rheinbach/Wormersdorf, die ebenfalls am Sonntag beim Tabellenführer TuSEM Essen II antritt.

HSG Bergische Panther - TSV Bonn rrh. (Sonntag, 17 Uhr): Die Bergischen Panther sind eine Handballspielgemeinschaft aus den Vereinen Burscheider TG, TG Hilgen und TV Witzhelden und haben sich als Tabellendritter der Oberliga Niederrhein für die Nordrheinliga qualifiziert. Nach Niederlagen beim Meisterschaftsfavoriten TV Aldekerk und in eigener Halle gegen den TV Jahn Köln-Wahn zogen die Panther mit einem Lauf von 10:0 Punkten aus den letzten fünf Spielen mit dem TSV nach Punkten gleich. Die Mannschaft ist durchsetzt mit Spielern, die schon über höherklassige Erfahrung verfügen. So haben Matthias Aschenbroich und Dirk Walsem in verschiedenen Zweitligavereinen gespielt. Erfolgreichster Schütze ist Rückraumspieler Philipp Hinkelmann, der sich unter den besten zehn Torschützen der Liga platziert hat.

„Die Panther sind von der individuellen Klasse wohl das am besten besetzte Team, noch vor Aldekerk. Die Mannschaft musste sich in den ersten Wochen wohl noch finden. Jetzt läuft es bei ihnen“, hat TSV-Trainer David Röhrig großen Respekt vor den Panthern. Röhrig wird nicht dabei sein, da er als Trainer die Auswahl des Handballverbandes Mittelrhein beim Länderpokal in Berlin betreuen wird. Ihn vertreten auf der Bank die Co-Trainer Eric Bitzer und Niklas Rath. Sie müssen am Sonntag auf den verletzten Außenspieler Tim Wilhelms und den wegen einer Fortbildung fehlenden Kreisspieler Christopher Röhrig verzichten. Für die beiden rücken Eric Bock und David Terehov in den Kader.

TuSEM Essen II - HSG Rheinbach/Wormersdorf (Sonntag, 16 Uhr): Die Essener haben eine bisher erstaunliche Saison gespielt. Als Fünfter der Oberliga Niederrhein hatte sich die Zweitvertretung des Traditionsvereins Turn- und Sportverein Essen-Margaretenhöhe für die Nordrheinliga qualifiziert und mit einer Niederlage am zweiten Spieltag bei den Bergischen Panthern sowie einer Heimpleite am dritten in eigener Halle gegen den Favoritenschreck TV Jahn Köln-Wahn einen holprigen Start hingelegt. Doch dann folgte eine Serie von sieben Siegen, die den TuSEM vom elften Tabellenplatz an die Spitze der Liga katapultierte.

Essen verfügt über eine Vielzahl sehr junger, talentierter Spieler, die an die Zweitligamannschaft herangeführt werden sollen. Dabei befinden sich im Kader der zweiten Mannschaft fünf A-Jugendliche der aktuellen Jugend-Bundesligamannschaft. Der TuSEM ist in der Breite stark besetzt, denn bis auf den Rechtsaußen Felix Käsler ragt kein anderer Spieler als Torschütze hervor. Daher ist die Mannschaft auch kaum auszurechnen. HSG-Trainer Dietmar Schwolow hat weiterhin massive Besetzungsprobleme. Mit Sicherheit fallen die Langzeitverletzten Mike Ribbe und Oliver Dasburg aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des erkrankten Florian Feindt.