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Basketball-Bundesliga: Anständig von den Fans verabschieden

Basketball-Bundesliga : Anständig von den Fans verabschieden

Doppelspieltag: Heute erwarten die Baskets Ludwigsburg zum letzten Heimspiel. Am Sonntag Saisonende in Braunschweig.

Es stehen an zur Entscheidung – die letzten beiden Spiele der Telekom Baskets Bonn in der Basketball-Bundesliga der Saison 2015/2016. Und im Mittelpunkt steht das letzte Heimspiel heute (20 Uhr, Telekom Dome), wenn sich die Bonner gegen die Riesen Ludwigsburg möglichst mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden wollen. Am Sonntag fällt dann bei den Löwen Braunschweig der letzte Vorhang.

„Wir wollen uns vor eigenem Publikum noch einmal gut präsentieren“, sagt Baskets-Trainer Silvano Poropat, wohl wissend, wie schwer die Aufgabe gegen den Playoff-Teilnehmer werden wird. Zum einen spielen die Ludwigsburger eine starke Saison, zum anderen können sie sich des fünften Platzes noch nicht sicher sein. Dazu benötigt es noch einen Sieg, und den will sich das Team von Trainer John Patrick in Bonn holen.

Über die vergangenen beiden Niederlagen in Würzburg und beim Mitteldeutschen BC hat Poropat mit seinem Team nicht mehr im Übermaß gesprochen. „Es passieren immer wieder die gleichen Fehler, man wird jetzt nicht schlauer, wenn man in dieser Phase der Saison da allzu intensiv nachhakt“, meint der 45-Jährige. Er will die ganze Konzentration seiner Spieler auf den letzten Auftritt vor den eigenen, bisher mit guten Leistungen nicht gerade verwöhnten Fans richten.

„Unsere letzten Auftritte waren nicht gut“, erklärt Poropat. Man müsse so kritisch sein und feststellen, dass da auch die Mentalität nicht die richtige war und dass die Mannschaft eher dazu neige, eben nicht den richtigen Charakter zu zeigen. Poropat: „Unser wahres Gesicht haben wir eher in Würzburg und beim MBC als gegen Bayreuth gezeigt. Die Mentalität, nur das Nötigste zu machen, ist vorhanden. Es ist das Merkmal dieser ganzen Saison. Das ärgert mich sehr. Ich verstehe diese Einstellung nicht. Aber es sind nicht mehr die Zeit und die Konstellation gegeben, das noch zu ändern.“

Im Heimspiel gegen Ludwigsburg soll sich das Team aber noch einmal zusammenreißen. Darauf setzt auch Spieler Sean Marshall. „Seitdem ich hier bin, haben wir zu Hause ganz gut gespielt. Ich wäre sehr froh, wenn wir vor den eigenen Fans den letzten Ton mit einem Sieg setzen könnten“, erklärte der Flügelspieler. Er habe sich nicht vorstellen können, dass sich die Dinge hier in Bonn so schwierig gestalten. Marshall: „Es ist so viel schiefgelaufen. Das habe ich noch nie erlebt. Immer wenn wir eine Mauer erklommen hatten, standen wir vor der nächsten Mauer.“ Damit sprach der 31-Jährige vor allem die vielen Verletzungen, Krankheiten und personellen Wechsel an. Marshall sagt ehrlich: „Jeder im Verein wird froh sein, wenn die Saison vorbei ist. Dann kann es eigentlich nur wieder aufwärts gehen.“

Ob er dabeibleibt, ließ der Amerikaner offen. „Ich kann mir vorstellen, hier weiterzuspielen“, sagt er. Aber er gibt auch zu, dass er verschiedene Optionen habe und natürlich auch das Richtige für seine Familie tun müsse.

Coach Poropat hat schon „klare Vorstellungen“, wie es weitergehen soll. „Es wird personell einen Umbruch geben“, verrät er. Genaueres wolle und könne er jetzt noch nicht sagen.