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Bonner besiegen Vechta mit 94:89: Aufwärtstrend der Telekom Baskets Bonn hält an

Bonner besiegen Vechta mit 94:89 : Aufwärtstrend der Telekom Baskets Bonn hält an

Dank starker Nerven in der Schlussphase haben die Telekom Baskets am Samstagabend mit 94:89 gegen Vechta gewonnen.

Eiskalt an der Freiwurflinie, haben die Telekom Baskets Bonn ihren vierten Erfolg in Folge gefeiert. Beim 94:89 (23:25, 25:23, 15:12, 31:29)-Arbeitssieg machte es die Mannschaft von Cheftrainer Will Voigt unnötig spannend, aber TJ DiLeo und Xavier Pollard behielten in der Schlussminute, als Vechta taktisch foulen musste, die Nerven. Damit hält der Aufwärtstrend an, die Bonner rücken auf den zehnten Tabellenplatz vor und haben noch drei Siege und drei Spiele Rückstand auf den Tabellenachten Bamberg – sprich: auf die Playoff-Plätze.

„Wir brauchten einen solchen Sieg“, sagte Isaiah Philmore nach der Partie. „Wir haben nicht gut gespielt, insbesondere defensiv, aber die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Vechta hat sich bis zum Schluss gewehrt, und wir haben es hinbekommen, obwohl nicht alles gut war heute.“

Obwohl die Baskets bis zum Spieltag um den Einsatz ihres neuen Spielmachers Alex Hamilton hatten fürchten müssen und er entsprechend wenig Eingewöhnungszeit auf dem Feld genossen hatte, stellte Voigt ihn gemeinsam mit TJ DiLeo, Chris Babb, Strahinja Micovic und Leon Kratzer in die Startaufstellung.

Mit explosivem Zug zum Korb verbuchte er auch gleich die ersten Bonner Punkte, doch die zuletzt so gute Defensive litt ein wenig unter der fehlenden gemeinsamen Trainingszeit. Das wirkte nicht eingespielt und erlaubte Edgar Sosa, dem Neuzugang der Gäste, sich sehr wohnlich in der Partie einzurichten. Der Ex-Ulmer, zuletzt in Frankreich aktiv, glänzte mit einer überragenden Trefferquote. Zudem gelang es der Bonner Defensive insgesamt zunächst nicht, so zuzupacken wie in den vergangenen Spielen seit der Umstellung, die Voigt vorgenommen hat.

Die Folge: Nach acht Minuten führten die Gäste zweistellig (25:13), und der Bonner Trainer nahm die erste Auszeit. Mit Erfolg: Sein Team antwortete mit einem 10:0-Lauf und verkürzte so zum Viertelende auf 23:25. Die kassierten Punkte konnten Voigt dennoch nicht gefallen, die offensive Integration seiner Neuen schon.

Unbeirrt von den Kleinigkeiten, die nicht funktionierten, starteten die Baskets mit fünf Punkten von Philmore in Viertel zwei. Jetzt war Päch zur Auszeit gezwungen, denn die Bonner gewannen mehr und mehr Sicherheit. James Thompson IV machte einen guten Job gegen den beweglichen Gäste-Center Dennis Clifford, und in mannschaftlicher Geschlossenheit hielten die Baskets auf der Anzeigetafel gegen den überragenden Sosa dagegen.

Kurz vor der Halbzeit musste Voigt noch einmal nachjustieren, weil sein Team zu viele Defensiv­rebounds abgab. Mit dem kleinen Schub der Auszeit gingen die Baskets mit ausgeglichenen Verhältnissen in die Kabine (48:48).

Das dritte Viertel hielt nicht mehr, was die ersten beiden versprochen hatten: zerfahren, punktarm. Aber aus Bonner Sicht mit zusammengeraufter Defensive. Sosa erhielt jetzt Unterstützung von Tim Hasbargen, auf Bonner Seite begann Chris Babb zu treffen. Mit einer 63:60-Führung gingen die Baskets ins Schlussviertel. Das hätte beruhigender aussehen können, wenn die Baskets Vechta nicht zu viele zweite Chancen gewährt hätten und Sosa den Tabellenletzten nicht recht konsequent im Spiel gehalten hätte.

Telekom Baskets Bonn besiegen Vechta

Das Spiel blieb folglich eng, doch 38 Sekunden vor Schluss hatten  die Baskets sich auch dank der größeren individuellen Qualität eine 86:78-Führung erspielt, als Thompson IV in der eigenen Zone ein Schrittfehler unterlief und die Gäste noch einmal Morgenluft witterten. Ein Dreier von Hasbargen – und die Baskets waren nur noch mit vier Zählern vorn (86:82). Vechta gab nicht auf, schickte die Bonner schnell und konsequent an die Freiwurflinie, doch DiLeo und Pollard gaben sich keine Blöße und sicherten mit zehn verwandelten Freiwürfen bei zehn Versuchen den Sieg.

Telekom Baskets: Hamilton 9 Punkte, Pollard 12, Thompson IV 5, Micovic 8, Hudson 4, Babb 18/4 Dreier, DiLeo 16, Binapfl 4, Kratzer 5, Philmore 13/2.

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