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Basketball: Telekom Baskets Bonn lassen Brose Bamberg keine Chance

Deutlicher Auswärtssieg : Telekom Baskets lassen Brose Bamberg keine Chance

Mit einer starken Vorstellung haben die Telekom Baskets die Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga übernommen. Die Bonner setzten sich bei Brose Bamberg mitz 100:80 durch.

Mit einem dicken Ausrufezeichen haben die Telekom Baskets zumindest vorübergehend die Tabellenspitze der Basketball-Bundesliga (BBL) erobert. Die Bonner dominierten am Freitagabend die Auswärtspartie bei Verfolger Brose Bamberg und setzten sich am Ende souverän mit 100:80 (30:23, 26:15, 27:22, 17:20) durch. Nur drei Tage nach dem Bekanntwerden des schrittweisen Rückzugs der Deutschen Telekom als Hauptsponsor und Namensgeber nach der laufenden Spielzeit zeigte das Baskets-Team damit eindrucksvoll, dass es sich von der dadurch entsandenen Unruhe nicht hatte anstecken lassen – im Gegenteil.

Die Bonner Startformation bestand erneut aus Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Justin Gorham und Leon Kratzer. Das Quintett bescherte den Gästen einen starken Start in die Partie, nach drei erfolgreichen Dreiern von Gorham und Morgan (2) führten die Baskets schnell mit 9:2 (3.). Beide Teams fanden offensiv schnell ihren Rhythmus, defensiv dafür umso weniger. Nachdem Jackson-Cartwright die Führung mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 16:7 (5.) erhöht hatte, schloss Bamberg zwei Angriffe in Folge erfolgreich zum 11:16 ab – und veranlasste Baskets-Coach Tuomas Iisalo, der auf den verletzten Saulius Kulvietis verzichten musste, damit zur ersten Auszeit.

Sowohl die Hausherren als auch die Gäste blieben in der Folge offensiv treffsicher. Bonn versenkte bis zum Ende des ersten Viertels sechs von neun Dreiern, das Schema war dabei oft das Gleiche: Jackson-Cartwright zog mit seiner bei den Gegnern gefürchteten Schnelligkeit zum Korb und passte dann auf einen völlig freien Mitspieler nahe der Seitenlinie, der aus der Distanz traf. Die Folge: Das Iisalo-Team ging mit einer 30:23-Führung in das zweite Viertel.

Mit einem erfolgreichen Freiwurf schraubte Center Michael Kessens, kürzlich von Bundestrainer Gordon Herbert für die deutsche Nationalmannschaft nachnominiert, das Punktepolster erstmals auf zehn Zähler. Sein Team fand nun defensiv einen besseren Zugriff, stoppte Bamberg mehrere Male, blieb aber in der Offensive dank extrem starker Wurfquoten auf dem Gaspedal. Tyson Ward eroberte nach einer Nachlässigkeit im Bamberger Spielaufbau den Ball und schloss per Dunk zum 47:33 (16.) ab – Gästecoach Johan Roijakkers nahm unter deutlich vernehmbaren Unmutsbekundungen der Bamberger Fans eine Auszeit.

Es gelang ihm allerdings nicht, seine Mannschaft damit wachzurütteln. Die Gäste waren im Rhythmus, hielten den Vorsprung konstant zweistellig und gingen nach zwei weiteren Punkten von Gorham, die er im zweiten Bonner Nachfassen erzielte, mit einer komfortablen 56:38-Führung in die Kabine. In diese verabschiedeten die Zuschauer die Gastgeber mit einigen Pfiffen.

Es stellte sich die Frage: Wir würde der einstige Serienmeister in der zweiten Halbzeit antworten – und wie würden die Baskets darauf reagieren. Die Spoiler-Antwort: Es blieb alles beim Alten. Der überragende Morgan baute den Vorsprung auf 23 Punkte aus (68:45, 24.), Skyler Bowlin mit dem nächsten erfolgreichen Dreier später auf 26 Zähler (76:50, 27.). Die Baskets hatten zu diesem Zeitpunkt rund 80 Prozent ihrer Zwei- und 60 Prozent ihrer Drei-Punkte-Würfe getroffen – und machten die Hausherren ratlos. Bonn schaltete in der Folge in den Verwaltungsmodus, ließ die Minuten kontrolliert herunterlaufen und feierte so auf dem Bamberger Parkett einen beeindruckenden Auswärtserfolg.

Telekom Baskets: Skyler Bowlin 5 Punkte/1 Dreier, Justin Gorham 16/2, Tim Hasbargen 11/3, Parker Jackson-Cartwright 16/2, Michael Kessens 10, Leon Kratzer 2, Jeremy Morgan 25/5, Karsten Tadda 5/1, Tyson Ward 10.