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Basketball: Telekom Baskets erkämpfen sich Heimsieg gegen Würzburg

Bonner 87:79-Erfolg : Telekom Baskets erkämpfen sich Heimsieg gegen Würzburg

Viertes Heimspiel, vierter Heimsieg: Die Telekom Baskets haben im Telekom Dome auch s.Oliver Würzburg bezwungen. Nach einem spannenden Schlussviertel hieß es am Ende 87:79 aus Bonner Sicht.

Bis in die Schlussminute mussten die Telekom Baskets zittern, doch am Ende stand der vierte Heimsieg im vierten Saisonspiel. Das Team von Cheftrainer Tuomas Iisalo setzte sich am Samstagabend mit 87:79 (24:20, 23:15, 25:25, 15:19) gegen s.Oliver Würzburg durch und eroberte so zumindest vorübergehend die Tabellenspitze der Basketball-Bundesliga (BBL). „Wir haben sehr viele Sachen heute gut gemacht“, sagte Iisalo nach der Partie im Telekom Dome vor 4320 Zuschauern. „Wir hatten in der ersten Halbzeit die Chance, die Führung mehr auszubauen, aber da war immer eine Antwort von Würzburg.“

Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Justin Gorham und Leon Kratzer starteten für die Baskets in die Partie – und machten sofort deutlich, dass die bislang perfekte Heimbilanz ausgebaut werden sollte. Würzburg verlor mehrfach in der Offensive den Ball, Bonn nutzte das zu einer schnellen 5:0-Führung. Kapitän Tadda machte da weiter, wo er mit zwei späten Dreiern beim Heimsieg gegen Chemnitz aufgehört hatte: Zweimal traf er inklusive Bonusfreiwurf und legte innerhalb der ersten vier Minuten noch einen Dreier nach (11:6, 4.).

Die Gäste bekamen ihre anfänglichen Probleme aber schnell in den Griff und kämpften sich in die Partie. In Iisalos Blick war eine gewisse Unzufriedenheit zu erkennen, der Bonner Headcoach zitierte Skyler Bowlin zu sich und gab dem US-Amerikaner energisch Anweisungen. Sein Team hatte ein bisschen den Fuß vom Gaspedal genommen, leistete sich Ballverluste, ging aber nach Saulius Kulvietis‘ Korb bei ablaufender Uhr mit einer 24:20-Führung in die erste Viertelpause.

Der zweite Abschnitt startete ähnlich, wie der erste zu Ende gegangen war. Die Franken waren nun etwas besser im Spiel, Cameron Hunt verkürzte per Dreier auf 31:34 (16.). Sein ehemaliger Würzburger Teamkollege Tyson Ward, der bislang eine eher unauffällige Saison spielt, leitete daraufhin einen kleinen Bonner Zwischenspurt ein. Nach erfolgreichem Dreier und einer Auszeit von Würzburgs Coach Denis Wucherer klaute er den Ball, der bei Tim Hasbargen landete und zum 41:31 in den Gästekorb rauschte. Kulvietis baute den Bonner Lauf mit seinem Treffer inklusive Bonusfreiwurf auf zehn Punkte aus, die Baskets gingen mit einer 47:35-Führung in die Halbzeitpause.

Aus der kamen beide Mannschaften rasant wieder heraus. Zwei Bonner Dreier von Jackson-Cartwright sowie ein Würzburger führten zum 53:38 (22.). Wer im Telekom Dome nun auf einen Einbruch der Gäste hoffte, wurde vom Wucherer-Team eines Besseren belehrt. Zwar erhöhte Kulvietis mit dem nächsten Dreier die Führung auf 18 Punkte (63:45, 25.), doch kurz darauf stieg das Frustlevel von Iisalo deutlich: Nach einem Foul von Hasbargen bekam dieser vom Bonner Coach einen deutlichen Anpfiff, bei dem es allerdings nicht blieb. Als sein Team nach dem anschließenden Freiwurf den Rebound nicht sicherte und Würzburg zum 50:63 verkürzte, nahm Iisalo sofort eine Auszeit und stürmte erbost auf das Feld.

Den nächsten Angriff schloss Ward per Dreier mit dem Buzzer ab, und bis zum Ende des dritten Abschnitts gelang es den Gastgebern, ihre Führung konstant bei mehr als zehn Punkten zu halten – doch Würzburg hatte noch eine Antwort parat. Stück für Stück knabberten die Franken den Rückstand weg und waren plötzlich wieder mitten im Spiel. Die Fans im Telekom Dome standen auf, unterstützten das leicht wankende Baskets-Team lautstark, doch die Führung schmolz von Minute zu Minute dahin.

In der vorletzten Spielminute traf Desi Rodriguez zum 78:81 aus Würzburger Sicht, Leon Kratzer antwortete mit einem Tip-in nach verfehltem Dreier von Jeremy Morgan. 39 Sekunden vor Schluss schickten die Gäste Karsten Tadda an die Freiwurflinie, wo der Kapitän nur einmal zum 84:79 erfolgreich war. Die endgültige Entscheidung zugunsten der Baskets fiel durch einen Ballverlust von Hunt. Im nächsten Bonner Angriff machte Nachverpflichtung Kulvietis mit einem erfolgreichen Dreier den vierten Heimsieg und die Tabellenführung für mindestens eine Nacht klar.

Telekom Baskets: Tyson Ward 10 Punkte/2 Dreier, Justin Gorham 2, Michael Kessens 8, Karsten Tadda 16/3, Saulius Kulvietis 14/3, Skyler Bowlin 3/1, Jeremy Morgan 6, Leon Kratzer 8, Tim Hasbargen 4, Parker Jackson-Cartwright 16/2.