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Testspiel in Würzburg: Baskets-Defense bringt den Sieg

Testspiel in Würzburg : Baskets-Defense bringt den Sieg

Dank des nach der Pause deutlich gesteigerten Engagements in der Defensive drehten die Telekom Baskets Bonn am Samstag einen 39:49-Halbzeitrückstand und siegte beim Bundesliga-Konkurrenten aus Würzburg mit 86:82.

Es war nur ein Testspiel, aber trotzdem nicht so ganz bedeutungslos. Insofern war die Chefetage der Telekom Baskets Bonn recht zufrieden mit dem Trip nach Würzburg. Dank des nach der Pause deutlich gesteigerten Engagements in der Defensive drehte die Mannschaft von Cheftrainer Igor Jovovic am Samstag einen 39:49-Halbzeitrückstand und siegte beim Bundesliga-Konkurrenten mit 86:82.

„Es ist unser einziges Simulationsauswärtsspiel“, hatte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich vor der Partie gesagt. Denn auch die muss man sich gegenwärtig „leisten“. Die aktuelle Situation erzwingt es, dass der Club jeden Euro zweimal umdreht und so war die Hotelübernachtung die einzige ihrer Art in der Vorbereitung auf eine unvorhersehbare Saison.

Der Einstieg in die Partie lief allerdings nicht nach Plan. Die Bonner ließen in der Verteidigung und auf dem Weg die erforderliche Konsequenz vermissen. Zur Pause stand ein einziger Freiwurf auf der Bonner Seite der Statistik. Das Erfreuliche: Jamens Thompson IV hatte ihn getroffen und blieb damit seiner treffsicheren Linie bei den Bonuswürfen treu. Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit, als die Freiwürfe nicht immer Bundesliga-tauglich waren, weisen die Baskets in den Vorbereitungsspielen gute 80-Prozent-Quoten auf.

„Der Einstieg stimmte nicht“, urteilte Wichterich über die Partie, „die Reaktion schon.“ Denn nach einer kurzen Hektik konnten die Baskets Mitte des zweiten Viertels korrigieren. und sich von einem 20-Punkte-Rückstand bis zur Pause auf 39:49 an die wie Bonn fast komplett neu zusammengestellten Franken heran arbeiten. „Wir haben gute Abschlüsse gesucht, aber auch ein paar gute Würfe liegengelassen“, sagte Wichterich. Über Distanzwürfe von Josh Hagins und Topscorer Chris Babb kämpften sich die Baskets weiter zurück ins Spiel und schlossen schließlich zu den Gastgebern auf.

Drei Minuten vor Schluss führten die Baskets schließlich mit 78:70, Würzburg konnte Sekunden vor Schluss mit einem langen Dreier auf 82:84 verkürzen, foulte taktisch, doch auch der so an die Linie geschickte Benjamin Lischka hielt die Freiwurfquote sauber und traf beide Boni zum 86:82-Endstand.

Hinter seinem Mitwirken hatte ein Fragezeichen gestanden, doch die leichten Probleme mit seinem Arm konnte Physio Bogdan Suciu beheben. Deividas Gailius hingegen kam aufgrund von Nackenproblemen nicht zum Einsatz. „Aber auch das ist nichts Gravierendes“, erklärte Wichterich. Strahinja Micovic wusste trotz Gesichtsmaske, die seinen Nasenbeinbruch schützt, mit sieben Rebounds zu überzeugen.

„Wir haben uns insgesamt gut als Team präsentiert“, sagte Wichterich. „Dennoch ist noch viel Luft nach oben und der Gradmesser kommt nächstes Wochenende.“ Dann empfangen die Baskets die EWE Baskets Oldenburg zum ersten Spiel der Pokalqualifikation im Telekom Dome. Nach aktueller Entwicklung der Corona-Zahlen wahrscheinlich ohne Zuschauer.

Telekom Baskets: Xavier Pollard 11 Punkte, James Thompson IV 12, Strahinja Micovic 10/2 Dreier (7 Rebounds), Josh Hagins 13/3, Chris Babb 14/3, Benjamin Lischka 5, TJ DiLeo 8/2, Kilian Binapfl 7/1, Leon Kratzer 6.