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Telekom Baskets Bonn: Baskets verlieren gegen die Fraport Skyliners

Telekom Baskets Bonn : Baskets verlieren gegen die Fraport Skyliners

Den Telekom Baskets Bonn gelang auch im zweiten Spiel unter dem neuen Chefcoach Will Voigt kein Sieg. Bei den Fraport Skyliners Frankfurt mussten sich die Bonner am Sonntag mit 79:84 geschlagen geben.

Fünf schwache Minuten zum Ende des ersten Viertels haben die Telekom Baskets Bonn den vierten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga gekostet. Bei den Fraport Skyliners in Frankfurt entschied das Team von Trainer Will Voigt drei Viertel nach Punkten für sich und verlor am Ende dennoch mit 79:84 (17:26, 19:18, 19:17, 24:23). Die starke Aufholjagd der Gäste im letzten Abschnitt blieb unbelohnt, weshalb die Bonner nach fünf Niederlagen in Serie weiterhin auf den erhofften Befreiungsschlag warten müssen.

Der Sonntagmorgen hatte für die Baskets ohnehin recht unerfreulich begonnen. Auf dem Internet-Portal Eurobasket war vermeldet worden, die Bonner hätten den US-amerikanischen Guard Jerome Dyson verpflichtet, der seinen Landsmann Josh Hagins ersetzen solle. Im Laufe des Vormittags dementierte der Club die Meldung auf seinem Twitter-Kanal: „Wir haben den Spieler weder verpflichtet, noch stehen wir in Verhandlungen“, hieß es dort. Wer auch immer Quelle der Meldung war, hatte es geschafft, am Spieltag etwas Unruhe im Team zu stiften. „Das ist mir alles völlig unerklärlich. Weder das eine noch das andere stimmt“, kommentierte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich, der aber durchblicken ließ, dass es Interesse an Dyson gegeben habe. „Für Josh Hagins war das natürlich sehr unangenehm, wir haben das ganze Thema aber am Morgen mit dem Team besprochen“, sagte Wichterich weiter.

Und so war in den Anfangsminuten des Spiels auch nichts mehr zu spüren von Unruhe oder Unsicherheit bei den Baskets. Voigt, der wie erwartet auf den weiterhin verletzten Leon Kratzer auf der Center-Position verzichten musste, schickte Hagins, Xavier Pollard, Chris Babb, Benjamin Lischka und Strahinja Micovic zu Beginn aufs Parkett und durfte sich über einen gelungenen Start freuen. Mit sieben Punkten in den ersten vier Minuten führte Babb die Gäste zu einer 15:9-Führung (5.), die Frankfurts Coach Sebastian Gleim zur ersten Auszeit bewegte. Zum Bonner Leidwesen zeigte die gehörig Wirkung. Innerhalb von nur zwei Minuten holten die Hausherren den Rückstand auf – und nicht nur das: Nach einem 15:0-Lauf stand es 24:15 aus Frankfurter Sicht (10.), danach traf Joe Rahon mit dem Buzzer zum Ende des ersten Viertels auch noch zum 26:17.

Mit schnellem Spiel erarbeiteten sich die Skyliners auch in der Folge einfache Würfe und nutzen diese, während sich Bonn offensiv schwer tat. Nachdem der Vorsprung der Hessen Mitte des zweiten Viertels nach einem Korb von Kamari Murphy auf 14 Zähler angewachsen war, bildeten sich auf Voigts Stirn erste Sorgenfalten. Der Baskets-Coach gab Gabriel de Oliveira als Center viel Spielzeit, und der 22-Jährige überzeugte trotz der einen oder anderen unglücklichen Aktion mit viel Einsatzbereitschaft.

Es waren aber die Frankfurter, die mehr richtige Entscheidungen trafen und die Gäste so auf Distanz hielten. Dass die Baskets den Rückstand bis zur Pause nicht deutlich anwachsen ließen, war vor allem Chris Babb zu verdanken, der mit einem Dreier zum 36:44-Halbzeitstand traf.

Telekom Baskets Bonn verlieren gegen die Fraport Skyliners in Frankfurt

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Baskets zwar nicht, den Rückstand schnell zu verkürzen, doch das Voigt-Team ließ sich von den Frankfurtern auch nicht aussichtslos abschütteln. Wieder war es Babb, der seine Mannschaft mit einem schweren Dreier ein Stück heranbrachte (41:50, 24.), ehe Josh Hagins mit seinen ersten beiden Punkten auf 43:52 stellte (25.). Die Defensive der Baskets fand nun ein Rezept gegen das Frankfurter Angriffsspiel und hatte neben Babb in Strahinja Micovic einen zweiten verlässlichen Scorer. Der Serbe verkürzte zum 49:57 und de Oliveira legte mit zwei verwandelten Freiwürfen nach – Frankfurts Vorsprung war auf sechs Punkte geschmolzen. Die Aussichten Bonns verdunkelten sich jedoch wieder, weil de Oliveira nach einer mehr als unglücklichen Entscheidung der Schiedsrichter sein fünftes Foul kassierte.

Dennoch: Die Baskets hatten das Frankfurter Team als Kollektiv immer besser im Griff – was aber nicht für Matt Mobley gelten sollte. Frankfurts Saison-Topscorer riss die Partie mit jeder Minute mehr an sich und baute den Vorsprung seines Teams mit acht Punkten in Folge zum 69:60 aus (33.). Hagins und der noch rechtzeitig nach einer Erkrankung fit gewordene Deividas Gailius konterten jeweils aus der Distanz, und rund zwei Minuten vor dem Ende traf der ebenfalls immer stärker werdende Xavier Pollard nach einem Frankfurter Ballverlust zum 78:78-Ausgleich. Doch es war wieder der jetzt überragende Mobley, der den Baskets wehtat und sein Team in der Schlussminute im Alleingang zum Sieg führte.

 Statistik

Frankfurt: Konga 2 Punkte, Mobley 25/5 Dreier, Kessens 7, Schoormann, Rahon 10/2, Moore 16/1, Murphy 12/1, Robertson 5, Gudmundsson 7/2, Völler.

Bonn: Pollard 17, Thompson IV, Micovic 18/2, Hagins 5/1, Babb 20/4, Lischka 6, DiLeo 2, Binapfl, Gailius 4/1, de Oliveira 7, Lukosius.

Trefferquote: Frankfurt 52% (31/60), Bonn 42% (26/62); Dreierquote: Frankfurt 42% (11/26), Bonn 35% (8/23); Freiwurfquote: Frankfurt 52% (11/21), Bonn 73% (19/26); Rebounds: Frankfurt 35, Bonn 33 (Beste: DiLeo, de Oliveira jeweils 5); Assists: Frankfurt 20, Bonn 12 (Bester: Hagins 3); Ballgewinne: Frankfurt 4, Bonn 9 (Bester: Pollard 4); Ballverluste: Frankfurt 15, Bonn 10; Fouls: Frankfurt 24, Bonn 28 (Thompson IV, de Oliveira jeweils 5); Zuschauer: keine.

Video zur Verfügung gestellt von MagentaSport